Über 31.400 Feuerwehreinsätze in Unterfranken im letzten Jahr

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Würzburg erleben

5. April 2019

Trotz des schnellen Eintreffens der regionalen Feuerwehren brannten die Halle sowie die sechs in bzw. vor der Halle befindliche Fahrzeuge vollständig aus. Foto: Pascal Höfig
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Trotz des schnellen Eintreffens der regionalen Feuerwehren brannten die Halle sowie die sechs in bzw. vor der Halle befindliche Fahrzeuge vollständig aus. Foto: Pascal Höfig

Rund 31.400 Einsätze (genau: 31.419) waren im Jahr 2018 von den 963 freiwilligen Feuerwehren, den 33 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg in Unterfranken zu leisten. Insgesamt mussten die Feuerwehren zu 2.653 Bränden ausrücken.

Foto: Pascal Höfig

Zu 2.653 Bränden ist die Feuerwehr ausgerückt. Foto: Pascal Höfig

Verkehrsunfälle, Ölspuren und Wohnungsöffnungen

Im Rahmen der Technischen Hilfeleistung (THL) wurden die unterfränkischen Feuerwehren im Jahr 2018 14.584 mal zur Hilfe gerufen. Zum Einsatzspektrum in der Technischen Hilfeleistung zählt die Alarmierung zu 1.486 Verkehrsunfällen, 1.521 Ölspuren oder 1.069 Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr.

Für die Bergung und Rettung waren die Feuerwehren von Rottendorf, Biebelried, Theilheim und Kitzingen vor Ort. Foto: Pascal Höfig

Zu 1.486 Verkehrsunfällen wurden die Feuerwehren im letzten Jahr alarmiert . Foto: Pascal Höfig

Sturm- und Unwetterschäden

Auch das Wetter nahm im vergangenen Jahr wieder starken Einfluss auf die Feuerwehren. So mussten die Einsatzkräfte 1.686 Sturmschäden und 671 Unwetterschäden (z.B. vollgelaufene Keller, Überflutung) beseitigen.

Aufgrund der Gefahr von herabstürzenden Ästen und beschädigten Bäumen wird dringend geraten, Wege und Straßen unter Bäumen zu meiden. Foto: Pascal Höfig

Im letzten Jahr mussten die Einsatzkräfte 1.686 Sturmschäden und 671 Unwetterschäden (z.B. vollgelaufene Keller, Überflutung) beseitigen. Foto: Pascal Höfig

3.408 First-Responder-Einsätze

Über das Jahr verteilt fielen 332 Hochwassereinsätze an und die Feuerwehren mussten bei 401 Wasserschäden Hilfe leisten. Den größten Teil der Technischen Hilfeleistungen bilden inzwischen First-Responder-Einsätze, zu denen die Feuerwehren im Berichtsjahr 3.408 mal alarmiert wurden. Hierbei konnten durch die Hilfe vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes 2.178 Personen gerettet werden. Für 123 Personen kam trotz des schnellen Eingreifens leider jede Hilfe zu spät.

Gefahren durch ABC-Gefahrstoffe wurden 520 mal bekämpft. Foto: Pascal Höfig

Gefahren durch ABC-Gefahrstoffe wurden 520 mal bekämpft. Foto: Pascal Höfig

Gefahren durch ABC-Gefahrstoffe wurden 520 mal bekämpft. Den Schwerpunkt bildete mit 254 Einsätzen das Aufnehmen von auslaufendem Kraftstoff aus Fahrzeugen, gefolgt von 82 Alarmierungen zu Gasgeruch.

Sicherheitswachen – zum Beispiel bei öffentlichen Veranstaltungen – mussten 8.447mal geleistet werden. Hinzu kommen 2.630 sonstige Tätigkeiten.

Erhebliche Belastung durch Fehlalarme

In 2.585 Fällen rückten die unterfränkischen Feuerwehren zu Einsätzen aus, die sich vor Ort glücklicherweise als Fehlalarm herausstellten. 1.814 Alarmierungen – dies entspricht 70% der Gesamtsumme – wurden durch die automatische Auslösung von Brandmeldeanlagen oder sonstigen Gefahrenmeldeanlagen veranlasst. Diese hohe Zahl an Fehlalarmen belastet die Feuerwehren in der Praxis erheblich.

Durch die Einsätze der Feuerwehren bei Bränden, THL-Einsätzen (ohne First-Responder) und Einsätzen mit ABC-Gefahrstoffen wurden 766 Personen gerettet. Allerdings sind auch 161 Personen bei den Ereignissen ums Leben gekommen und konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Zudem wurden bei den Einsätzen 107 Feuerwehrdienstleistende verletzt.

161 Personen bei den Ereignissen ums Leben gekommen und konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Foto: Pascal Höfig

337.400 ehrenamtliche Einsatzstunden

Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Unterfranken waren insgesamt 36.532 aktive Mitglieder ehrenamtlich in den Feuerwehren engagiert. Sie leisteten im Jahr 2018 rund 337.400 ehrenamtliche Einsatzstunden (genau: 337.386). Der Frauenanteil lag bei rund 10 % mit 3.733 weiblichen Mitgliedern. Die Ausbildung zum Atemschutzträger ist wichtig, jedoch nicht selbstverständlich.

Insgesamt waren in Unterfranken im Jahr 2018 9.060 Atemschutzträger gemeldet, wovon 8.180 auf die Freiwilligen Feuerwehren entfallen.

Wichtige Jugend- und Kinderarbeit

Die Jugend- und Kinderarbeit spielt auch bei den unterfränkischen Feuerwehren eine wichtige Rolle. Sie ist ein bedeutender Teil der Nachwuchsgewinnung für die Wehren. So waren in 749 Jugendgruppen insgesamt 6.284 Jugendliche aktiv. Erfreulich ist, dass der Anteil der weiblichen Jugendfeuerwehrmitglieder mit 1.626 Anwärterinnen immerhin bei 26 % liegt.

Bei den insgesamt 164 Kinderfeuerwehren waren insgesamt 2142 Kinder (davon 747 Mädchen) aktiv.

„Mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens“

„Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens ihren selbstlosen Dienst an unserer Gemeinschaft leisten. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank“, kommentierte Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann die aktuelle Feuerwehrstatistik.

Der Regierungspräsident hofft zuversichtlich, dass sich auch künftig zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren. Sein Appell richtet sich insbesondere auch an die junge Generation, die aufgefordert ist, durch den Einsatz in den örtlichen Feuerwehren einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatz zu leisten.

Darüber hinaus können unsere Freiwilligen Feuerwehren auch zu einer gelingenden Integration der vielen dauerhaft bleibeberechtigten Zuwanderer als neue Mitbürgerinnen und Mitbürger beitragen

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