Instagram & Co: Umwelttrends zum Mitmachen
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Würzburg erleben
6. Mai 2019

Plastikbecher und -strohhalm. Symbolfoto: Pascal Höfig
Jedes Jahr landen acht bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren und sorgen so für verheerende Schäden in unserer Umwelt. Viel zu lange wurden diese und weitere schockierende Zahlen ignoriert. Doch in den Medien und der Gesellschaft sind derzeit die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit präsenter denn je. Neben den weltweiten „Fridays For Future“ – Bewegungen verbreiten sich vor allem in den sozialen Netzwerken immer mehr Trends und Challenges gegen die Umweltverschmutzung. Auch in Würzburg finden mittlerweile #zerowaste – und #trashtag – Aktionen statt.
Die #trashtagchallenge
Auf Instagram kursiert seit Wochen der sogenannte #trashtag. Unter diesem Hashtag präsentieren User stolz ihre Beiträge zum Umweltschutz. Unter anderem hat sich dabei die #trashtagchallenge durchgesetzt: Hierbei posten die Nutzer Vorher-Nachher-Fotos von anfänglich durch Plastikmüll verschmutzten Orten, die sie dank ihres Einsatzes von sämtlichem Müll befreit haben. Über 15.000 Beiträge zählt der Hashtag nun schon.
Stadtweite Müllsammelaktion in Würzburg
Zahlreiche solcher Vorher-Nachher – Fotos wird es vielleicht bald auch von Würzburg geben: unter dem Motto „Wake up – Stand up – Clean up!“ ruft das Bergwaldprojekt e.V. auf Facebook zum gemeinsamen stadtweiten Müllsammeln am 22. Mai auf. „Genauso wie Klima, Wasser und Natur, müssen wir öffentlichen Raum und Grünanlagen schützen. Viel zu oft wird dieses Gemeingut mit dem sinnlosen Wegwerfen von Plastikverpackungen, Glas und sonstigem Müll belastet und muss von städtischen Mitarbeitern entsorgt werden. Mit einer großen gemeinsamen Aktion am 22. Mai 2019 wollen wir zeigen, dass viele Bürgerinnen und Bürger fordern: Verpackungen vermeiden, wiederverwenden oder recyclen. Einfach fallen lassen geht gar nicht!“, erklärt uns Lena Gärtner vom Berwaldprojekt. Der Verein rechne mit circa 200 bis 500 Teilnehmern und freue sich über jeden engagierten Würzburger. Mehr Infos zur Veranstaltung finden sich online.

Am 22. Mai startet in Würzburg eine stadtweite Müllsammelaktion. Foto: Bergwaldprojekt e.V.
#plogging – Joggen für die Umwelt
Ebenfalls derzeit voll im Trend: das sogenannte „Plogging“. Dabei ziehen Jogger mit Mülltüten los und befreien während des Sports die Umwelt von herumliegendem Müll. Gelaufen wird bis der Müllbeutel voll ist. Der Trend kommt aus Schweden und setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“, was auf Deutsch zupfen bedeutet, und „jogging“ zusammen. Wer mitmacht, tut sowohl dem Körper als auch der Umwelt etwas Gutes. Es muss natürlich nicht unbedingt gejoggt werden, sondern es kann jeder aktiv werden, auch Spaziergänger, Hundefreunde, Jogger, Skater, Rentner oder Kinder. Unter dem Hashtag wurden auf Instagram schon mehr als 60.000 Beiträge von Plogging – Aktionen geteilt. Auch in Würzburg hat der Trend Einzug gefunden. Seit August 2018 treffen sich regelmäßig Gruppen und „ploggen“ gemeinsam durch Würzburg.

Symbolbild: Plogging. Foto: Nina Härtle
Der #zerowaste – Lebensstil
Leider reicht es nicht, die Umwelt nur von Plastikmüll zu befreien. Vielmehr ist es wichtig, schon im Alltag so wenig Kunststoff wie möglich zu verbrauchen. Inspirationen zum verpackungsarmen Leben gibt es mittlerweile genügend in den Sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #zerowaste. Hier werden unter anderem Tipps zum umweltfreundlichen Einkaufen und Do-It-Yourselfs zur Wiederverwertung von Plastik miteinander geteilt. Derzeit voll im Trend: Stoffnetze statt Plastiktüten für den Obst- und Gemüseeinkauf und Bienenwachstücher als Ersatz für die Frischhaltefolie. Einige User machen dem Hashtag dabei alle Ehre: Sie produzieren in ihrem Alltag innerhalb eines Jahres lediglich ein kleines Marmeladeneinmachglas an Müll – ganz a là #zerowaste eben. Über 2,7 Millionen Beiträge zählt der Hashtag mittlerweile.
Würzburger Unverpacktladen
In Würzburg ist der Unverpacktladen in der Sanderstraße der perfekte Anlaufpunkt für Verpackungssparer. Nudeln, Haferflocken, Gemüse und andere Lebensmittel können hier verpackungsfrei erworben werden. Die Produkte sind von hoher biologischer Qualität und möglichst regional bezogen. Außerdem achtet der Unverpackt Laden auf Saisonalität und fairen Handel. In unserem Artikel über den Würzburger Unverpacktladen finden sich weitere nützliche Facts zum verpackungsfreien Einkaufen in Würzburg.
#raiseawareness – Künstler für den Umweltschutz
Auch beeindruckend: Fotografen und Künstler veranschaulichen auf Instagram das Thema Plastikverbrauch auf verschiedenste Weisen und machen so auf die Dringlichkeit zum Umdenken aufmerksam. So hat Fotograf Antoin Repesse (@antoinrepesse) vier Jahre lang seinen recycelbaren Müll nicht weggeschmissen, stattdessen 365 kg davon gesammelt und in alltäglichen Situationen platziert. Das Ziel: den Menschen in alltagsnaher Weise zeigen, wie viel die 365 kg Müll eigentlich sind, die eine Person im weltweiten Durchschnitt pro Jahr produziert.
Würzburger Fairtrade Festival
Auch in Würzburg lassen sich kreative Köpfe immer mehr einfallen, um auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen. So findet diesen Monat zum Beispiel das „Fairtrade Festival“ in der Zellerau statt. Hier stehen neben guten Bands, leckerem Essen und einem Fairtrade-Markt vor allem der Austausch über das eigene Konsumleben und umweltschonende Alternativen im Vordergrund. Weitere Infos finden sich online.
Du kennst weitere Aktionen zum Umweltschutz hier in Würzburg? Dann schicke uns gerne Deine Tipps an redaktion@wuerzburg-erleben.de!

