Würzburg: Weiterer Tatort im Kinderporno-Fall identifiziert
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8. Mai 2019

Die Praxis in Würzburg ist bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Pascal Höfig
Im Würzburger Kinderporno-Fall ist es den Ermittlern gelungen einen weiteren Tatort zu identifizieren. Neben einer Kindertagesstätte im Stadtteil Heuchelhof wurde nun auch die Praxis des Hauptbeschuldigten im Frauenland bestätigt.
Tatort war auch die Praxis
Der 37-jährige Logopäde soll demnach nicht nur in einer Kindertagesstätte am Heuchelhof Jungen sexuell missbraucht und dabei gefilmt haben, sondern auch die Räumlichkeiten seiner Praxis im Frauenland, wie Oberstaatsanwalt Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern auf Anfrage heute bestätigte. Der Tatort ist somit ebenfalls nachweisbar. Über weitere mögliche Tatorte können momentan aus Ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft erteilt werden.

Die Kita am Heuchelhof. Foto: Pascal Höfig
Bei Infoabenden werden seit Wochen Eltern verschiedener Einrichtungen über den aktuellen Ermittlungsstand von der Polizei informiert, deren Söhne zwischen 2011 und 2019 bei dem Logopäden in Behandlung waren. Bislang sind laut den Ermittlern eine Opferanzahl „im einstelligen Bereich“ sicher identifiziert.
Die Auswertung des sichergestellten Materiales wird aber vermutlich noch sehr lange andauern. Es werden Datenmengen im Terrqabyt-Bereich gesichtet und ausgewertet. Der überwiegende Teil der sichtbaren Kinder sind verfremdet, was die Identifizierung weiter erschwert.

