Wieder Beinahe-Unfall mit Mietboot auf dem Main

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Würzburg erleben

17. Juni 2019

Motorboot. Symbolfoto: Pascal Höfig
Motorboot_Main

Motorboot. Symbolfoto: Pascal Höfig

Schon zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen wurde die Wasserschutzpolizei Würzburg wegen eines Beinahe-Unfalls mit einem vermieteten Sportboot auf dem Main alarmiert.

Fahrgastkabinenschiff übersehen

Diesmal war der Freizeitkapitän zusammen mit weiteren Personen am Samstagabend mit seinem gemieteten hochmotorisierten Schlauchboot im Bereich der Wasserskistrecke Eibelstadt unterwegs. Der Wasserskiläufer befand sich gerade hinter dem in Ufernähe treibenden Boot schwimmend im Wasser, als sich von Würzburg kommend ein 135 m langes Fahrgastkabinenschiff in voller Fahrt näherte. Dieses hat der Bootsführer offenbar übersehen.

Auf Signale nicht reagiert

Als der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes das Schlauchboot und die Person im Wasser bemerkte, gab er mehrere Schallsignale ab, auf die der Bootsführer jedoch nicht reagierte. Dadurch wurde das Hotelschiff zu einem „Voll-zurück-Manöver“, dem sog. Not-Stopp, gezwungen.

Nur dem besonnenen Handeln des Schiffsführers ist es zu verdanken, dass es hier zu keiner Kollision mit dem Schlauchboot oder gar dem Überfahren der Person im Wasser kam. Die Wasserschutzpolizei leitete Ermittlungen gegen den Bootsführer wegen Gefährdung des Schiffsführers ein.

Appell an Vermieter und Mieter

Im Bereich des Vermiet-Geschäftes mit Sportbooten haben sowohl der Vermieter als auch der Mieter Pflichten zu erfüllen, insbesondere was die Ausrüstung als auch die Einweisung in das Boot und das Revier betreffen. Die Verantwortung für die Einhaltung der Verkehrsregeln auf dem Wasser und für die Sicherheit seiner Mitfahrer trägt der Bootsführer allein.

Die Wasserschutzpolizei appelliert dringend an die Vermieter und Mieter von Sportbooten, neben dem Spaß auf dem Wasser auch die Sicherheit und die Einhaltung der einschlägigen Vorschriften im Auge zu behalten. Für alle Nutzer der unterschiedlichsten Interessengruppen sollte gegenseitige Rücksichtnahme selbstverständlich sein.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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