Hitze und Trockenheit: Auf Wasserentnahmen verzichten
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Katharina Kraus
25. Juli 2019

See Symbolfoto. Foto: Pascal Höfig
In Unterfranken leiden derzeit die Gewässer unter der aktuellen Hitze und Trockenheit. Das bereits langanhaltende Niederschlagsdefizit, insbesondere in den Wintermonaten, führt zu sinkenden Grundwasserständen. Auch größere Fließgewässer weisen niedrige bis sehr niedrige Abflüsse auf, so die Regierung von Unterfranken. Die Oberläufe kleinerer Bäche beginnen bereits auszutrocknen. Aufgrund der aktuellen Wetterprognose muss mit einer weiteren Verschärfung der Situation gerechnet werden.
Wasserentnahme aus Gewässern vermeiden
Die Regierung von Unterfranken weist darauf hin, dass in der aktuellen Situation bereits geringfügige Wasserentnahmen aus den Gewässern schädliche Auswirkungen auf die Gewässerökologie haben können. Die Bevölkerung wird daher um größtmögliche Zurückhaltung bei der Entnahme von Wasser aus den Gewässern gebeten.
Entnahme nur unter bestimmten Voraussetzungen
Auch die Entnahme im Rahmen des Gemeingebrauchs ist nur insoweit zulässig, als erhebliche Beeinträchtigungen des Gewässers und seiner Ufer sowie der Tier- und Pflanzenwelt nicht zu erwarten sind. Nur unter diesen Voraussetzungen ist eine erlaubnisfreie Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern mit Handschöpfgeräten außerhalb von Schilf- und Röhrichtbeständen zulässig. Dies gilt auch für das Entnehmen von Wasser in geringen Mengen für das Tränken von Vieh oder den häuslichen Bedarf in der Landwirtschaft. Diese Nutzungen sind derzeit nur bei Fließgewässern mit ausreichender Wasserführung möglich.
Vermehrt Kontrollen
Es wird darauf hingewiesen, dass jegliche ungenehmigten Einbauten zum Aufstauen des abfließenden Wassers sowie ungenehmigte Entnahmen mittels Pumpen widerrechtlich sind. Die zuständigen Behörden werden in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollen durchführen.
Aktuelle Informationen zur Gewässerqualität und zur Wassertemperatur am Main finden Interessierte auch im Niedrigwasser-Informationsdienst des Freistaates Bayern.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Regierung von Unterfranken.

