Keine Lust auf Stau gehabt: Autofahrerin dreht einfach auf der A3 um

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Würzburg erleben

29. Juli 2019

Autobahnpolizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig
Polizei_Autobahn

Autobahnpolizei im Einsatz. Foto: Pascal Höfig

Am Sonntagmittag fuhr eine Frau mit ihrem Pkw an der Anschlussstelle Heidingsfeld auf die A 3 auf, mit der Absicht in Richtung Nürnberg weiterzufahren. Als sie sich noch auf der Nebenfahrbahn der A3 befand erkannte sie den Stau, der sich wegen des Reiseverkehrs in Richtung Nürnberg aufgebaut hatte. Kurzerhand wendete sie ihren Pkw und fuhr als „Geisterfahrerin“ auf der Nebenfahrbahn entgegen der Fahrtrichtung in Richtung Frankfurt wieder von der A3 herunter.

Als „Geisterfahrerin“ unterwegs

Gegen 16.30 Uhr fuhr die 33-jährige Frau mit ihrem Pkw an der Anschlussstelle Heidingsfeld auf die A 3 in Fahrtrichtung Nürnberg auf. Als sie sich bereits auf der Nebenfahrbahn der Hauptstrecke befand, fiel ihr auf, dass sich ein Stau in Richtung Nürnberg aufgebaut hatte. Offensichtlich hatte die Dame keine Lust sich in den Stau zu stellen und wendete kurzerhand ihren Pkw. Sie fuhr entgegen der Fahrtrichtung als „Geisterfahrerin“ auf der Nebenfahrbahn wieder in Richtung Frankfurt zurück und verließ, Gott sei Dank ohne Schaden anzurichten, die Autobahn.

Aufmerksame Autofahrer beobachteten diese Aktion vom Stau aus und riefen sofort die Polizei an. Aufgrund der guten Fahrzeugbeschreibung und des Kennzeichens konnte die Fahrerin von einer Streife der VPI Würzburg-Biebelried an der Auffahrt auf die A 7 bei Estenfeld festgestellt werden. Die Fahrerin musste ein Bußgeld von 130 EUR bezahlen und kassiert einen Punkt in Flensburg.

Allgemeiner Hinweis:

  • Wenden u. Entgegen der Fahrtrichtung Fahren auf Ein- u. Ausfahrten einer BAB (ohne Gefährdung) kostet 75.- EUR und 1 Punkt
  • Auf Nebenfahrbahn (ohne Gefährdung) kostet 130.- EUR und 1 Punkt
  • Auf der Hauptfahrbahn (ohne Gefährdung) kostet 200.- EUR und 2 Punkte

Bei Gefährdungen, oder gar im Schadensfall bewegt sie die Tat nicht mehr im Ordnungswidrigkeiten-Bereich sondern im Straftaten-Bereich und wird erheblich teurer.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

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