Rauchverbot an Spielplätzen: Wie ist die Lage in Würzburg?

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Würzburg erleben

20. August 2019

Symbolfoto Rauchen auf dem Spielplatz. Foto: Dominik Ziegler
Symbolbild_Rauchen_Zigaretten_Spielplatz

Symbolfoto Rauchen auf dem Spielplatz. Foto: Dominik Ziegler

In Schweden sowie in einigen deutschen Bundesländern wurde das Rauchen an Spielplätzen gesetzlich verboten, dies berichtet das ZDF. Zigarettenstummel, die auf deutschen Spielplätzen liegen bleiben, stellen ein großes Problem dar. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordert schon seit längerem ein Rauchverbot an Spielplätzen, dies berichtet rauch-frei.info. Allein im Jahr 2008 wären laut Informationen des DKFZ nämlich nur in Berlin 900 Zigarettenstummeln von Kindern verschluckt worden. Doch wie problematisch ist die Lage in Würzburg und was wird dagegen unternommen?

Gefahr durch Vergiftung

Eine weggeworfene Zigarette stellt einerseits nicht nur für die Umwelt, sondern andererseits auch für die Kinder ein großes Risiko dar. Nimmt ein Kind einen Zigarettenstummel in den Mund, kann das verheerende Folgen auslösen. Das Verschlucken eines Zigarettenstummels kann lebensgefährlich werden, da die toxischen und krebserregenden Stoffe zu Vergiftungserscheinungen führen können. Noch schlimmer wird es laut rauch-frei.info, wenn die Stummeln feucht bzw. nass sind, da sich die Inhaltsstoffe noch besser lösen können.

Symbolbild Rauchen. Foto: Dominik Ziegler

Symbolbild Rauchen. Foto: Dominik Ziegler

Auch deswegen haben schon einige Gemeinden und Bundesländer in Deutschland den Zigaretten auf Spielplätzen den Kampf angesagt. Laut dem ZDF besteht in den Bundesländern Bremen, Brandenburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen bereits ein Rauchverbot an Spielplätzen. Auch in einzelnen Kommunen dürfe, so das ZDF weiter, nicht mehr auf Spielplätzen geraucht werden. Berlin soll demnächst ebenfalls folgen, obwohl es dort bereits ein Verbot in einigen Bezirken gibt. In Heidelberg ist das Verbot sogar schon seit 2005 in Kraft.

Die Lage in Würzburg

In Würzburg wird das Wegwerfen von Zigaretten auf öffentlichem Grund bereits mit Bußgeld bestraft, heißt es seitens der Stadtverwaltung. Jedoch nicht das Rauchen selbst. Obwohl die Rauchverbote grundsätzlich nur in geschlossenen Räumlichkeiten gelten, gilt eine Ausnahme in Kinder- und Jugendeinrichtungen, welche das Rauchen in diesen Fällen auch auf dem (Frei-)Gelände der Einrichtung untersagt.

Hinweisschild an einem Würzburger Spielplatz. Foto: Dominik Ziegler

Hinweisschild an einem Würzburger Spielplatz. Foto: Dominik Ziegler

Der kommunale Ordnungsdienst würde, so die Stadt weiter, regelmäßig die öffentlichen Kinderspielplätze kontrollieren. „Wenn dort jemand raucht, erhält er in der Regel einen Platzverweis, weil auf den Hinweisschildern an den Spielplätzen auf eine rauch- und alkoholfreie Zone hingewiesen wird. Grundsätzlich ist das Rauchen auf Kinderspielplätzen auch bußgeldbewehrt“, so die Stadt Würzburg. „Da hier bereits eine gesetzliche, bayernweite Regelung besteht, die in 2010 durch einen Volksentscheid herbeigeführt wurde, entbehrt dies einer gesonderten rechtlichen Regelung durch die Stadt Würzburg. Die Stadt Würzburg befürwortet den besonderen Schutz der Kinder und Jugendlichen in deren Einrichtungen vor Passivrauchen und vor unnötigen Verschmutzungen durch Zigarettenstummel.“

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