Neue Greifvogelauffangstation im Aufbau
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Katharina Kraus
23. August 2019

Landrat Florian Töpper entlässt unter der Aufsicht von Lothar Schwarz einen gesunden Turmfalken in die Freiheit. Foto: Ursula Lux
Gemeinsam mit Vertretern der unteren Naturschutzbehörde, des Veterinäramts und dem bisherigen Betreuer der Greifvogelauffangstation in Schwebheim, Lothar Schwarz, besuchte Landrat Florian Töpper den Jäger und Falkner Georg Mai in Poppenhausen. Auf dessen Anwesen entstehen seit einem halben Jahr Volieren für die neue Greifvogelauffangstation.
Insgesamt 637 Greifvögel gepflegt
Die Station ersetzt die seit 30 Jahren bestehende Auffangstation in Schwebheim, die bisher von Lothar Schwarz vom Arbeitskreis Arten- und Naturschutz Schwebheim (AKAN) betrieben wurde. Seit 1989 wurden dort insgesamt 637 Greifvögel gepflegt. Nun gibt Schwarz das Projekt aus Zeitgründen in jüngere Hände, wird aufgrund seiner langjährigen Erfahrung aber weiterhin beim Betrieb unterstützen.

Landrat Florian Töpper und Leiter der neuen Auffangstation, Georg Mai, beringen einen jungen Mäusebussard. Foto: Ursula Lux
„Es ist uns wichtig, dass diese Strukturen erhalten bleiben“, betonte Landrat Florian Töpper vor Ort. Auf dem Grundstück stehen aktuell vier Volieren zur Verfügung, eine weitere soll demnächst noch gebaut werden. In den großen Vogelkäfigen, die entsprechenden Freiflugraum bieten, werden verletzte oder kranke Greifvögel vorübergehend untergebracht, gesund gepflegt und dann wieder ausgewildert. Beim Besuch des Landrats befanden sich zwei Turmfalken und zwei Mäusebussarde in Pflege. Unter fachkundiger Anleitung wurden ein Turmfalke und ein junger Mäusebussard von Landrat Töpper beringt und der Turmfalke, nach vierwöchiger Pflege durch Georg Mai, vom Landrat in die Freiheit entlassen.
Landkreis fördert Futterkosten
Die Errichtung der neuen Auffangstation wurde von der Stiftung der Kreissparkasse Schweinfurt mit 5.000 Euro unterstützt. Die Futterkosten werden anteilig vom Landkreis Schweinfurt gefördert. So wurde im Jahr 2018 ein Zuschuss von 425 Euro aus dem Umwelt- und Naturschutzfonds des Landkreises gewährt.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Landratsamtes Schweinfurt.

