E-Scooter: Eine Herausforderung für den Straßenverkehr
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Würzburg erleben
1. Oktober 2019

In immer mehr Städten sind E-Scooter schon unterwegs. Foto: Sarah Willer
E-Scooter sind in aller Munde. Oder besser gesagt auf allen Straßen und Verkehrswegen. Das neue Fortbewegungsmittel, der Elektro Scooter, führt im Straßenverkehr zu neuen Herausforderungen für andere Verkehrsteilnehmer. Der einfach zu handhabende und komfortable Roller erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Seit dieser auf den Straßen erlaubt ist, müssen sich die anderen Verkehrsteilnehmer an diesen gewöhnen. Immerhin handelt es sich dabei um umweltfreundliche und moderne Fortbewegungsmittel, für die auch bestimmte Verkehrsregeln und Bestimmungen gelten.
Auch E-Scooter Fahrer müssen sich an Regeln halten
Zwar ist es nun bereits seit einem halben Jahr so, dass diese moderne Form der Mobilität auch am Straßenverkehr teilnehmen darf, aber auch die Fahrer dieser Fahrzeuge müssen sich an bestimmte Regeln halten. So dürfen die Roller ausschließlich auf Fahrradwegen fahren, während das Benutzen von Gehwegen verboten ist. Die einzige Ausnahme ist, wenn durch ein Schild „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ explizit erlaubt ist, dass E-Scooter andere Verkehrsflächen nutzen dürfen.Das gilt auch für Einbahnstraßen, die Radfahrer grundsätzlich benützen dürfen. Fußgängerzonen und alle Bereiche und Verkehrsflächen, die für Fahrräder nicht erlaubt sind, dürfen auch mit dem Roller nicht befahren werden. Daher ist für die Fahrer auch weiterhin die Fußgängerzone in Würzburg tabu.
E-Tretroller sorgen für Platzprobleme
In vielen Städten sind nicht nur private Nutzer der elektrisch betriebenen Gefährte unterwegs, sondern auch viele Fahrer von Leihgeräten. Dabei wird das Prinzip verfolgt, dass die Leih-Scooter für einzelne Fahrten gemietet werden können. Und zwar von jedem. Über eine App kann man sich dafür anmelden. Über diese kann das Fahrzeug geortet werden. Die Bezahlung erfolgt je nach Nutzungsdauer. Die Abrechnung wird schnell und bequem per Kreditkarte abgewickelt. Dadurch schließt sich in gewissem Maße das Problem der sogenannten „letzten Meile“.

Bald könnten wir mehr und mehr E-Tretroller in Würzburg sehen. Foto: Sarah Willer.
Platzprobleme durch geliehene E-Scooter
Doch es gibt auch ein Aber. Denn da in vielen Städten bereits einige dieser Leih-Geräte unterwegs sind und abgestellt werden, kommt es besonders in engen Bereichen bereits zu Platzproblemen. Diesbezüglich ist es sinnvoller, sich selbst einen E-Scooter zu kaufen, um den platztechnischen Problemen in Städten zu entgehen.Früher oder später wird es die kleinen Flitzer auch in Würzburg zum Leihen geben. Ob sich dann auch die besagten Platzprobleme auftun, bleibt abzuwarten. Aber auch hierbei sei gesagt, dass es empfehlenswert wäre, einen eigenen Scooter einem Leih-Roller vorzuziehen.
Ob geliehen oder Eigentum, die Roller sollen grundsätzlich so abgestellt werden, dass sie keine anderen Verkehrsteilnehmer behindern und auch nicht umfallen können. Am besten ist es, sie am Fahrbahnrand platzsparend abzustellen. Bevorzugt werden sollten Abstellplätze neben Radbügeln oder Fahrradständern oder auf Parkstreifen neben der Fahrbahn. Ein wichtiger Pluspunkt liegt darin, dass die modernen Tretroller auch in allen Öffis mitgenommen werden dürfen. Eigene Fahrzeuge müssen nicht unbedingt auf öffentlichen Plätzen abgestellt werden.
Worauf achten beim Kauf?
Sollte man sich für den Kauf eines eigenen Scooters entschieden haben, sollten einige Punkte beachtet werden. Denn nicht jedes Fahrzeug ist grundsätzlich für die Straßenzulassung geeignet. Rechtlich gelten diese zwar als Fahrräder, jedoch muss für sie eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Daher ist auch ein entsprechendes Nummernschild anzubringen. Die erlaubte, maximale Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h und die Leistung darf 600 Watt nicht übersteigen.
Mit dem E-Scooter dürfen nur Kinder über 12 Jahren fahren. Das Tragen eines Helmes ist zwar nicht verpflichtend, allerdings trägt er wesentlich zur Sicherheit bei. Wie für Fahrrad- und Autofahrer gilt auch für Scooter-Fahrer ein Telefonierverbot. Außer es wird eine Freisprecheinrichtung verwendet. Beim Fahren gilt ebenso die 0,8 Promille Grenze.
Fazit
Die modernen Elektroroller sind eine bequeme, umweltschonende Alternative, wenn es darum geht, kurze Strecken und Wege zurückzulegen. Um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden oder zu belästigen, ist es wichtig, sich an alle Regeln zu halten. Diese sind identisch mit den Verkehrs- und Straßenregeln für Radfahrer. Zusätzlich sind Fahrer verpflichtet, ihr Fahrzeug anzumelden und zu versichern. Ebenso muss ein Nummernschild montiert sein.

