Ein Schlösschen in der Rhön: Jagdschloss Holzberg

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Würzburg erleben

10. Oktober 2019

Das Jagdschloss am Holzberghof aus dem Jahr 1967. Foto: Willi Hobner.
Schloss_Holzberghof

Das Jagdschloss am Holzberghof aus dem Jahr 1967. Foto: Willi Hobner.

Mitten in der Rhön, in ruhiger Lage und abseits vom Trubel der Ortschaften befindet sich das Jagdschloss zum Holzberghof, von dem wir vor einiger Zeit auf unserer Facebookseite ein historisches Foto gepostet hatten. Heute kann man hier lecker essen oder für ein paar Nächte ein Zimmer oder eine Ferienwohnung buchen und für Viele ist es eine schöne Möglichkeit für einen Ausflug. Doch was hat es mit dem Anwesen auf sich?

Ursprung im 16. Jahrhundert

Unter den Herren von Thüngen wurde bereits im 16. Jahrhundert auf dem Holzberg eine Eisenschmelze zur Schmelzung des geförderten Eisenerz errichtet und außerdem eine Maultierzucht betrieben. Das Jagd- und Forsthaus entstand schließlich ab 1614 unter dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, dessen Wappen auch heute noch über einer Tür zu sehen ist. Das Schloss wechselte immer wieder Besitzer, die immer von adeliger Abstammung waren, zuletzt ging das Anwesen 1902 an den dänischen Grafen Paul Fredrik Schimmelmann ehe es die Familie Ferdinand Mainschäfer kaufte, die eine gastronomische Nutzung des Schlosses vorsah.

Forsthaus und Jagdschlösschen

Das Anwesen besteht aus drei Teilen, von denen vor allem zwei sehr wichtig sind: dem mitteleren Teil, dem Forsthaus und dem südlichen Teil, dem Jagdschlösschen. Der Mittelteil ist auch der Älteste, Datierungen aus dem 17. Jahrhundert gibt es sogar an den Fenstern dieses Bauteils. Der südliche Teil stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und ist dem Historismus gewidmet: durch den neoromanischer Bau mit einer Doppelturmfassade aus Bruchsteinen wird dieser Gebäudetrakt oft älter eingeschätzt. Dieser Anbau ist im Übrigen auch dem dänischen Wasserschloss Frederikstein nachempfunden.

Strom erst seit 2009

Wer hierhin einen Ausflug macht, der blickt auf die lange Geschichte des Gebäudes. Authentizität bietet das Schloss schon mal – denn ein Stromanschluss wurde aufgrund der Lage abseits anderer Ortschaften erst 2009 errichtet. Wer heute in der Gaststube essen möchte, der wird erstaunt sein, dass man sich in einem Teil der Räumlichkeiten nicht nur wie in einem Rittersaal fühlt, sondern dass auch beim Schein von Petroleumlampen gegessen wird. Auf der Speisekarte findet man im Übrigen regionale und saisonale Gerichte.

Was haltet ihr davon?

„Immer schön im Winter herrliche Spaziergänge“, heißt es in den Kommentaren. Und das finden auch andere Schweinfurt City-Fans: „Tolles Ausflugsziel. Gutes Essen. Auch im Winter ein toller Anlaufpunkt ob bei einer Winterwanderung, Schneeschuhtour oder Langlauf“, meint Jutta. „Traumhaft in der Rhön“, sagt auch Raimund. Ruth erinnert sich auch an einen Ausflug von vor 55 Jahren, da war sie nämlich mit ihrer Jugendclique auf Rhönwanderung.

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