Sternfahrt von rund 1.000 Traktoren: Erhebliche Verkehrsprobleme

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Katharina Kraus

22. Oktober 2019

Demo_Landwirtschaft

Sternfahrt von rund. 1.000 Traktoren in Würzburg. Foto: Amelie Reigl

Am Dienstagvormittag begaben sich im Zusammenhang mit der Bewegung „Land schafft Verbindung“ rund 1.000 Landwirte mit ihren Traktoren auf den Weg nach Würzburg. Teilweise kam dadurch der Verkehr im Stadtgebiet vollständig zum Erliegen, so die Polizei Unterfranken.

Hochphase: 1.000 Traktoren

Im Zusammenhang mit der angemeldeten Sternfahrt und Versammlung machten sich gegen 06:00 Uhr die ersten Landwirte mit ihren Traktoren auf dem Weg nach Würzburg, so die Polizei. In der Hochphase befanden sich circa 1.000 Traktoren im Stadtgebiet und sorgten für erhebliche Verkehrsprobleme. Teilweise kam der Verkehr auf der B 27, der Martin-Luther-Straße, dem Friedrich-Ebert-Ring und dem Rennweg sowie auf der B 19 vollständig zum Erliegen.

Sternfahrt von rund. 1.000 Traktoren in Würzburg. Foto: Amelie Reigl

Sternfahrt von rund. 1.000 Traktoren in Würzburg. Foto: Amelie Reigl

Aufgrund der erheblichen Verkehrsprobleme, insbesondere der Behinderungen für Feuerwehr und Rettungsdienst, beendete der Versammlungsleiter um 10:35 Uhr nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde die Versammlung.

Probleme beim Rettungsdienst

BRK, Malteser und Johanniter informierten darüber, dass es zu längeren Anfahrtszeiten zu Einsatzstellen kam, Patienten mussten teilweise länger auf den Rettungsdienst warten, da gesperrte Strecken umfahren werden mussten. Rettungsdienstmitarbeiter blieben auf dem Weg zur Arbeit im Stau stecken, so dass Einsatzfahrzeuge nicht rechtzeitig zum regulären Dienstbeginn besetzt werden konnten.

Schild an einem Traktor bei der Sternfahrt. Foto: Anonym

Schild an einem Traktor bei der Sternfahrt. Foto: Anonym

Einige Stadtteile konnten zeitweilig nicht angefahren werden. Glücklicherweise gab es in dieser Zeit keine medizinischen Notfälle in den betroffenen Bereichen. Normale Krankentransporte mussten mit Blaulicht durchgeführt werden, um überhaupt durch den Verkehr zu kommen, so Stefan Krüger vom BRK.

Das BRK stellte ein Blaulicht-Motorrad bereit, das normalerweise auf der Autobahn zum Einsatz kommt, um im Notfall einen ausgebildeten Sanitäter schneller an die Einsatzstelle bringen zu können.

Ohne nennenswerte Sicherheitsstörungen

Eine gute Stunde nach der Beendigung der Versammlung normalisierte sich der Würzburger Stadtverkehr, meldete die Polizei Unterfranken. Die Rückfahrt der Landwirte in mehreren Kolonnen zog sich bis gegen 12:30 Uhr hin. Aus polizeilicher Sicht verlief die Versammlung ohne nennenswerte Sicherheitsstörungen. Lediglich am Berliner Ring hielten rund 20 Traktorfahrer auf der Rückfahrt an und mussten von der Polizei aufgefordert werden die Fahrbahn wieder freizugeben.

Ca. 70 Polizisten im Einsatz

Unter Führung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt befanden sich gut 70 Einsatzkräfte der regionalen Polizeiinspektionen und der Bereitschaftspolizei Würzburg im Einsatz, so die Polizei Unterfranken in einer Pressemitteilung. Da der Versammlungsleiter im Vorfeld eine deutlich geringere Teilnehmerzahl angemeldet hatte, musste die Polizei nach den ersten Mitteilungen über die Größenordnungen der Kolonnen die geplanten Einsatzkräfte deutlich erhöhen. Die polizeiliche Zielsetzung lag insbesondere darin, den Landwirten die Teilnahme an der Versammlung zu ermöglichen, die Zufahrtswege zu den Krankenhäusern bestmöglich freizuhalten und Wege für Feuerwehr und Rettungsdienst vorzuhalten, heißt es.

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