Interview: Stefan Schenkl und seine über 16.000 Werke

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Würzburg erleben

23. Oktober 2019

Autor Stefan Schenkl ist der anerkannt produktivste Schriftsteller weltweit. Foto: Martin Ritter
Autor Stefan Schenkl

Autor Stefan Schenkl ist der anerkannt produktivste Schriftsteller weltweit. Foto: Martin Ritter

Stefan Schenkl ist ein Schriftsteller der besonderen Art: Über 16.000 Werke unterschiedlicher Gattungen hat er schon verfasst – und das im Alter von jungen 39 Jahren. Er gilt damit als der anerkannt produktivste Schriftsteller der Welt und hat auch gute 10 Jahre seiner Lebenszeit in Würzburg verbracht. Uns erzählt Stefan, was ihn zum Schreiben inspiriert und wieso er keine Internetverbindung möchte.

Würzburg erleben (WE): Erzähl doch etwas über Dich, Stefan.

Stefan: Ich, Stefan Schenkl, bin Schriftsteller durch und durch, wohne inzwischen in Köln, und meine Lebenserfahrung ist um ein Vielfaches größer, als es mein biologisches Alter vermuten ließe.

WE: Was verbindet dich mit Würzburg?

Stefan: Von 2004 bis 2013 schrieb ich in Würzburg, wanderte allabendlich über die Alte Mainbrücke, an Mainkai, Kranenkai und Leonhard-Frank-Promenade entlang, wo ich als Maindichter stets sehr viel Publikum mit meinen neuesten Werken begeistern konnte.

Über das Schreiben

WE: Du bist der anerkannt produktivste Schriftsteller der Welt – wie viele Werke sind es insgesamt und wie viele werden wohl noch kommen?

Stefan: Alle Gattungen zusammengenommen, sind es 16.730 Werke. Da ich schreiben werde, solange ich lebe, und auch medizinische Forschungen betreibe zur maximalen Bereicherung der Weltliteratur ewiges Leben zu erlangen, ist die Menge der noch folgenden Werke ganz und gar unbegrenzt.

WE: Gibt es unter all den Werken auch ein Lieblingsbuch oder -gedicht?

Stefan: Unter den bisher erschienenen Büchern ist der Charakter- und Entwicklungsroman ,,Boor Hof“ mein persönlicher Favorit.

WE: Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen?

Stefan: Ich war bereits der geborene Schriftsteller und habe schon immer geschrieben – professionell verfasste ich ab dem 15. Lebensjahr zur Veröffentlichung bestimmte Werke.

WE: Woher nimmst du deine Inspiration?

Stefan: Frauen sind meine Inspiration – ein Schriftsteller braucht einfach seine Musen.

WE: Hast Du nicht irgendwann genug vom Schreiben?

Stefan: Die Frage stellt sich für mich nicht – Talente bringen Verantwortung und Verpflichtungen mit sich, sodass man sich immer in die Spur seiner Bestimmung zurück kämpfen muss.

WE: Gibt es auch ein Werk über Würzburg?

Stefan: Es gibt natürlich zahlreiche Gedichte, die unterwegs in Würzburg entstanden sind und Beobachtungen in anmutigen Versen für die Ewigkeit festhalten konnten – 415 dieser Gedichte sind in meinen Würzburg-Gedichtbänden „Geisterkraft“, „Unterm Zauberhut der Sterne“, ,,Mainromanzen“ und „Das Träume-Privileg“ erschienen. Auch habe ich Kurzgeschichten, die das Leben am Main und in den Würzburger Parks thematisierten, in Sammelbänden veröffentlicht.

Keine Internetverbindung

WE: Du möchtest keine Internetverbindung – warum ist das so? Wie stehst Du zum Internet und zu den sozialen Medien? Wie ist die Reaktion von anderen Leuten darauf?

Stefan: Ich bin eine zeitlose Persönlichkeit von konsequentem Charakter. Da ich in meinem ganzen Leben nie ins Internet geschaut habe, fühle ich mich der Wirklichkeit nicht so entfremdet, und jenseits des entmenschlichenden und entwürdigenden Technologiewahns vermag ich mich auch eher in eine klassische Aura zu hüllen. Wenn ich dann von meiner Umgebung als ein Einhorn angesehen werde, so trägt dies, obgleich nicht ursprünglich beabsichtigt, noch zur Legendenbildung bei…

WE: Hörst Du dafür Radio oder siehst fern?

Stefan: Falls es der Erschaffung von Weltkultur dient: Visuelle Reize sind für das Schreiben sehr hilfreich (besonders, wenn es um die schon genannte Hauptinspirationsquelle geht), auch Melodien aus der Musik, die in literarische Melodien transformiert werden können.

WE: Derzeit finden Lesungen zu deinem Buch „Der Apfel stammt nicht weit vom Baum“ statt – wovon handelt es?

Stefan: In diesem Buch brechen ungewöhnliche Neulinge im Ahnenforschergeschäft zu einem phantastischen Abenteuer auf, um den Beweis zu erbringen, dass ihr erster Kunde nicht von den Affen abstammt. Es hat damit neben dem Sinn bestimmter Charaktere vor allem die menschliche Urgeschichte und Überlegungen zu ihr zum Thema.

Das Buchcover von "Der Apfel fällt nicht weit vom Baum". Quelle: Stefan Schenkl.

Das Buchcover von „Der Apfel fällt nicht weit vom Baum“. Quelle: Stefan Schenkl.

WE: Gibt es Pläne für die Zukunft?

Stefan: Viele Zukunftspläne befassen sich mit einer Verbesserung des Arbeitsumfelds und der weltweiten Anerkennung als bedeutendster Schriftsteller der Geschichte. Natürlich plane ich nebenbei noch die monotheistischen Weltreligionen zu vereinen, den Sieg des Lebens über den Tod herbeizuführen, die Kontrolle über das Universum zu erlangen, um den Fortbestand der Menschheit und ihres kulturellen Erbes für immer zu sichern, und dass mir eine warmherzige Frau begegnet, die mir viele Kinder schenken wird.

WE: Was möchtest Du den Lesern noch mit auf den Weg geben?

Stefan: Die Empfehlung, die Welt intensiver wahrzunehmen, Ansichten, die nur in einem winzigen, aktuellen Zeitfenster Gültigkeit haben, zu hinterfragen und zu den Wurzeln des Menschseins zu finden.

Am 23. Oktober liest Stefan Schenkl aus seinem Buch „Der Apfel stammt nicht weit vom Baum“ in der KS Moderne KuLtur (Landwehrstraße, Würzburg).

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