Kapitän wirft betrunkene Matrosen von Bord
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Katharina Kraus
13. November 2019

Mainufer. Symbolfoto: Pascal Höfig
Am Samstag, den 09.11.2019, gegen 15.00 Uhr, rief ein 21-jähriger Schiffsführer eines Koppelverbandes (186 m x 11,40), bestehend aus einem Gütermotorschiff und einem Schubleichter, die Wasserschutzpolizei Schweinfurt um Hilfe. Während der Bergschleusung, gegen 14.45 Uhr, in der Schleuse Garstadt, verweigerten zwei Besatzungsmitglieder, ein Leichtmatrose und ein Matrose, die Arbeit.
An Bord randaliert
Zudem stellte der Schiffsführer bei der darauffolgenden Auseinandersetzung fest, dass beide wohl seit Arbeitsbeginn Alkohol getrunken hatten. Er forderte die beiden daraufhin auf, das Schiff zu verlassen. Dies hatte zur Folge, dass die beiden an Bord randalierten.
Deutlich alkoholisiert
Die Verständigten Beamten der Wasserschutzpolizei konnten die Lage beruhigen. Die beiden Matrosen verließen mit den Beamten das Schiff. Da beide Matrosen merklich alkoholisiert waren, mussten sie mit zur Dienststelle, wo sie einem Alkoholtest unterzogen wurden. Mit 0,51 mg/l und 0,94 mg/l lagen beide deutlich über dem erlaubten Wert von 0,25 mg/l für Mitglieder der diensttuenden Besatzung.
Schiff unbemannt
Beide wurden daher zur Anzeige gebracht. Mit dem Abgang der beiden Besatzungsmitglieder, war das GMS nun unterbemannt und dem jungen Schiffsführer wurde die Weiterfahrt solange untersagt bis er wieder die für die Weiterfahrt erforderliche Besatzung an Bord hat.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

