Die Stadtreiniger sind für den Winterdienst vorbereitet

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Würzburg erleben

6. Dezember 2019

Winterdienst in Würzburg. Foto: Dominik Ziegler
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Winterdienst in Würzburg. Foto: Dominik Ziegler

Für die bevorstehende Winterperiode ist der Eigenbetrieb „Die Stadtreiniger“ gut vorbereitet, um für freie Fahrt auf den Straßen in Würzburg zu sorgen. „Wenn Schneefall oder Glätte zu erwarten ist, sind rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Rufbereitschaft, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien und arbeiten, wenn nötig stetig, im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“, sagt Werkleiter Wolfgang Kleiner.

31 Fahrzeuge und 3.500 t Streusalz

Insgesamt rund 3.500 t an Streusalz, 14.000 Liter an Sole und rund 200 t an Granulat und 250 t Granulat/Salzgemisch sind eingelagert, um den potenziellen Bedarf von Streumitteln abzudecken.

Bei Wintereinbruch werden pro Einsatz mit 31 Groß- und Kleinfahrzeugen, darunter 10 Lastkraftwagen, 2 Unimogs und 19 Kleinstreufahrzeuge, rund 700 Kilometer Fahrbahnlänge von Schnee und Eis befreit. Werkleiter Wolfgang Kleiner: „In vielen Fällen leisten wir über das gesetzlich vorgeschriebene Maß Winterdienst. Bei starken und anhaltenden Schneefällen bitten wir jedoch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können.“

Zum Einsatz kommen Beschäftigte aus mehreren städtischen Bereichen:

  • Die Stadtreiniger/Abt. Straßenreinigung ca. 75 Beschäftigte
  • Die Stadtreiniger/Abt. Fuhrpark ca. 41 Beschäftigte
  • Fachabteilung Tiefbau (Baureferat) ca. 22 Beschäftigte
  • Gartenamt ca. 4 Beschäftigte
  • Fachbereich Sport ca. 3 Beschäftigte

Straßen und Bereiche mit hoher Priorität

Der Winterdienst konzentriert sich dann gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht auf Straßen und Bereiche mit der höchsten Prioriät. Dazu zählen verkehrswichtige und gefährliche Straßenabschnitte, unter anderem Rettungswege und Hauptverkehrswege.

„Unterstützt werden wir im Winterdienst zum Beispiel durch Straßenwetterinformationen von Wetterdiensten und die moderne Fahrzeugtechnik, die uns bei der grammgenauen Ausbringung der Streumenge für die Winterdiensteinsätze eine große Hilfe ist.

Welche Winterdiensttätigkeiten verrichtet die Stadt Würzburg? Grafik: Stadt Würzburg

Welche Winterdiensttätigkeiten verrichtet die Stadt Würzburg? Grafik: Stadt Würzburg

Auch Bürger verantwortlich

Aber auch die Bürgerinnen und Bürger müssen ihren Teil beitragen, um für sichere Straßen zu sorgen“, sagt Referent Kleiner. Für das Räumen und Streuen der Gehwege mit einer Breite von 1,50 Meter bei Schnee und Glätte sind in der Stadt Würzburg gemäß der Straßenreinigungs- und -sicherungsverordung die Anlieger beziehungsweise Grundstückseigentümer verantwortlich.

Die Verkehrssicherheit muss an Wochentagen bis 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr hergestellt sein und tagsüber jeweils bis 20 Uhr aufrechterhalten werden. Nachts gibt es weder auf Straßen noch auf Gehwegen eine generelle Winterdienstpflicht.

Salzverbot für Anlieger

In diesem Zusammenhang weisen „Die Stadtreiniger“ darauf hin, dass in Würzburg seit der Winterdienstsaison 2017/18 ein Salzverbot beim Anliegerwinterdienst gilt. Dies regelt § 10 Abs. 1 der Straßenreinigungs- und -sicherungsverordnung. Auftauende Streumittel wie Salz wirken sich ungünstig auf die Umwelt, insbesondere Pflanzen und Tiere, aus.

Für Grundstückseigentümer, Hausverwaltungen, Hausmeisterdienste bzw. Dienstleister heißt dies, abstumpfende Streustoffe wie Lavagranulat, Sand, Splitt und dergleichen ausreichend vorzuhalten. Das Missachten dieser Vorschrift stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 € belegt werden. Nur bei Glatteis oder Glatteis in Folge gefrierenden Regens (Eisregen) ist die Verwendung von auftauenden Streustoffen an den betroffenen Stellen zulässig.

Erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr

Die Stadt Würzburg weist außerdem darauf hin, dass in der anstehenden Winterperiode auch erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr notwendig ist, um die Unfallgefahr zu verringern. Bei winterlichen Straßenverhältnissen sollten Verkehrsteilnehmer möglichst nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und auf wettertaugliche Reifen und die Fußgänger auf geeignetes Schuhwerk achten.

Das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge muss jederzeit ermöglicht werden. Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig die Winterdiensteinsätze, das kostet wertvolle Zeit. Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten, kann die Mobilität und Sicherheit im Straßenverkehr gewährleistet werden.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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