Auseinandersetzung mit Messer: Schlafmohnkapseln gefunden
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Würzburg erleben
26. Dezember 2019

Bedrohung mit einem Messer. Symbolfoto: Pascal Höfig
Am 25.12.19, gegen 20.30 Uhr, wurde der Kitzinger Polizei mitgeteilt, dass es in der Schreibersgasse, vor einer Spielothek, zu einer Auseinandersetzung gekommen ist, bei der ein „Messer im Spiel“ gewesen sei.
Mit Messer bedroht
Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass sich ein 27-jähriger zunächst an der Örtlichkeit mit seiner 24-jährigen Lebensgefährtin lautstark verbal gestritten hatte. Ein 36-jähriger Unbeteiligter wollte den Streit schlichten, wodurch er den Unmut des 27-jährigen auf sich zog. Die verbale Aggressivität des Jüngeren schreckte den Älteren ab, der sich daraufhin entfernte. Indes bemächtigte sich der Aggressor eines auf dem Boden liegenden Einhandmessers und „fuchtelte“ mit diesem herum bzw. macht Stichbewegungen in Richtung des mittlerweile entfernt stehenden Schlichters.
Messer in Mülleimer entsorgt
Dieser sah sich nun in einer bedrohlichen Situation und machte seinerseits mit den Händen Abwehrbewegungen. Im Zuge dessen berührte das Messer den Handrücken des Abwehrenden und dieser zog sich eine kleine oberflächliche Wunde zu. Vor dem Eintreffen der Polizei hatte sich der 27-jährige zu Fuß entfernt, konnte jedoch gestellt und nach Ansprache zu Boden gebracht und fixiert werden. Das Messer hatte er zuvor an seine Lebensgefährtin übergeben, welche dieses in einem Mülleimer entsorgte.
Bei dem Täter fanden die Beamten leere Schlafmohnkapseln. Ein hinzugezogener Arzt führte den Mann medizinischer Versorgung im Krankenhaus Kitzinger Land zu, weil von einer Opiumvergiftung auszugehen war.
Schlafmohnkapseln sichergestellt
In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Würzburg wurden aufgrund des vorläufigen Ermittlungsergebnisses weitere Maßnahmen abgesprochen, wie z.B. eine Blutentnahme und eine Wohnungsdurchsuchung, die dort keine weiteren verdächtigen Stoffe zu Tage förderte.
Folgeermittlungen führten jedoch zu einem 36-jährigen aus dem Bekanntenkreis, welcher als Konsument dieser Kapseln galt. Auch dessen Wohnung wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsucht. Hier wurden die Beamten schließlich fündig. Eine nicht geringe Menge dieser getrockneten Kapseln konnten aufgefunden und sichergestellt werden. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Körperverletzung
Gegen den eingangs genannten 27-jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt und auch dessen Lebensgefährtin kommt nicht ungeschoren davon: Sie sieht sich dem Vorwurf der versuchten Strafvereitelung ausgesetzt.
Dieser Artikel beruht auf eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Kitzingen.

