Hilfenummern für Opfer häuslicher Gewalt
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Würzburg erleben
27. März 2020

Immer wieder kommt es zu sogenannten "Schockanrufen". Symbolfoto: Pascal Höfig
Durch die Ausgangsbeschränkung in Bayern verbringt man nun die meiste Zeit zu Hause. Und das gilt für die ganze Familie. Was für manche nur anstrengend ist, kann für andere lebensgefährlich sein. Kinderschützer sorgen sich nun um die Folgen. Die Dunkelziffern von sexuellem Missbrauch, seelischer und körperlicher Gewalt in Familien sind hoch. Doch wer ist nun die Anlaufstelle von Betroffenen Kindern, wenn Einrichtungen wie Schulen, Kitas und Kindergärten geschlossen sind? Es betrifft vor allem Kinder von Suchtkranken oder Menschen mit anderen psychischen Störungen. Der Appell lautet: Verantwortung für Kinder übernehmen und bei Verdacht auf häusliche Gewalt reagieren!
Telefonische Hilfe
Bei aufkommenden Zweifel am Wohl eines Kindes in der Umgebung, soll man seine Sorgen dem Jugendamt mitteilen. Das geht auch anonym. Bei Verdacht auf eine Straftat, ist zudem die Polizei zu verständigen. Junge Menschen finden telefonisch am Jugend- und Kindertelefon, des Nummer gegen Kummer e.V, Trost und Unterstützung. Für Erziehende gibt es Beratungsgespräche am Elterntelefon. Aber auch bei Anzeichen auf Gewalt gegenüber einem anderen Familienmitglied muss gehandelt werden. Ist man selbst Opfer häuslicher Gewalt, gibt es beispielsweise den Frauennotruf Wildwasser Würzburg e.V oder diverse Frauenhäuser, welche einem Unterstützung und Hilfe anbieten.
Hier sind die wichtigsten Hilfenummern für Opfer häuslicher Gewalt aufgeführt:
- Bundesweite Hilfetelefonnummer: Tel. 08000 116 016
- Hilfetelefon „Sexueller Missbrauch“: Tel. 0800 22 55 530
- Jugendamt Landkreis Würzburg: Tel. 0931 / 8003-0
- Jugend und Kindertelefon: Tel. 116 111
- Elterntelefon: Tel: 0800 – 111 0 550
- Erziehungs- und Familienberatung der Stadt Würzburg: Tel. 0931-26 08 07 50 oder 20 550-66 41
- Frauennotruf bei Wildwasser Würzburg e.V: Tel. 0931 – 13287
- Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Unterfranken e.V: Tel. 0931 – 61 9810
- Frauenhaus im SkF – Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Würzburg: Tel. 0931 – 45 00777
- Beratungsstelle Häusliche Gewalt gegen Männer, ISKA Nürnberg: Tel. 09 11- 27 29 98 20
- AWO FamilyPower, Arbeiterwohlfahrt Unterfranken: Tel. 0931 46065-23
- Hilfetelefon „Schwangere in Not“: Tel. 0800 40 40 020
- Krisendienst Würzburg: Tel. 09 31 57 17 17
- TelefonSeelsorge in Deutschland: Tel. +49 (0)800 111 0 111 oder +49 (0)800 111 0 222
- Psychotherapeutischer Beratungsdienst: Tel. 0931-4190461
- Evangelisches Beratungszentrum: Tel. 0931-30 50 10
Nicht wegsehen
In diesen schwierigen Zeiten müssen alle zusammenhalten. Dazu gehört auch, auf seine Mitmenschen zu achten. Niemand sollte sich allein gelassen fühlen! Man sollte sich gegenseitig unterstützen und nicht einfach wegsehen. Es ist nur ein Griff zum Hörer, doch er kann vieles bewirken!

