Würzburger Stadtratssitzung bald im Live-Stream?
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Würzburg erleben
9. April 2020

Frau mit einem Smartphone. Symbolfoto: Pascal Höfig
Die Würzburger Stadtratssitzung Zuhause im Wohnzimmer? Das ist jetzt schon seit rund sechs Jahren Thema. Es gibt Stimmen für und gegen das Vorhaben. Die einen hoffen auf mehr politisches Engagement in der Bevölkerung, die anderen machen sich Sorgen um die Kosten. Andere Städte haben sich bereits für die Digitalisierung ihrer Sitzungen entschieden. Doch funktioniert das? Und zieht Würzburg bald nach? In der momentanen Lage ist die Frage aktueller denn je.
Live-Streams bereits in anderen Städten
In mehreren Städten existiert bereits ein Live-Stream der Stadtratssitzungen. So beispielsweise in Bayreuth. Hier werden die Live-Sendungen seit September 2017 angeboten. Die Übertragung wird noch bis zum Ende der aktuellen Sitzungsperiode des derzeitigen Stadtratsgremiums, genauer bis zum 30. April 2020 laufen. Auch die Stadt München hat ihre Stadtratssitzungen digitalisiert. Die Bürger können die vergangenen Sitzungen sogar in einer Art Mediathek nachschauen. Es existieren also schon diverse Vorreiter, weshalb die Stadtverwaltung bereits des Öfteren dazu aufgerufen wurde, Erfahrungen bei diesen Kommunen einzuholen.
Rentiert sich der Stream finanziell?
Eines zeigen die Erfahrungsberichte der bereits digitalisierten Kommunen ganz klar: Für eine Live-Übertragung sind zusätzliche Finanzmittel unabdingbar. Zusätzliches Personal möchte bezahlt und das Filmequipment muss angeschafft werden. Zudem muss man abklären, ob die Leitungen leistungsstark genug sind. Falls dies nicht der Fall ist, muss auch hier investiert werden. Es stellt sich also die Frage, ob die Live-Übertragung finanziell gesehen vertretbar wäre. Und noch etwas darf nicht vergessen werden: Datenschutz! Auch hier muss man ein Konzept erarbeiten, um rechtlich abgesichert zu sein. Denn nur wer gerade spricht und zusätzlich eine Einwilligungserklärung unterzeichnet hat, darf auch im Bild zu sehen sein.
Live-Stream gerade jetzt sinnvoll
Dieser Beitrag beruht auf einem Artikel des Main-Post Redakteurs Lucas Kesselhut.

