Polizei stellt mehrere Verstöße in der „Tunerszene“ fest
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Katharina Röder
7. Mai 2020
Seit Mitte April 2020 wurden durch die Polizeiinspektion Schweinfurt mehrere Kontrollen im Hinblick auf die Fahrzeugsicherheit und die Konformität mit den allgemeinen Betriebserlaubnissen festgestellt. Erfahrungsgemäß hält sich die sogenannte „Tunerszene“ nicht an die vorgegebenen Vorschriften. Ziele der Veränderungen an den Fahrzeugen dienen meistens der Leistungssteigerung, der Erhöhung des Motorsounds oder einer sportlicheren Optik.
Zahlreiche Verfahren eingeleitet
Seit dem oben genannten Zeitraum wurden im Bereich der PI Schweinfurt drei Strafverfahren und 23 Ordnungswidrigkeitsverfahren nach der Straßenverkehrszulassungsordnung eingeleitet. Es wurden unter anderem folgende Manipulationen vorgenommen: Auspuffanlagen die Leistungssteigerungen bringen oder einfach nur die Lautstärke erhöhen, der Einbau von Luftfederfahrwerken ohne Eintragung, anderweitigen Tieferlegungen, Permanentschaltungen der Lichtzeichenanlagen, Verbauungen von Sportsitzen, Manipulation von Klappensteuerungen, entfernte Endschalldämpfer bis hin zu der Entfernung des Katalysators.
Fahrzeuge sichergestellt
Oftmals gingen die Manipulationen so weit, dass bereits von einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgegangen werden musste. Dies liegt zum Beispiel vor, wenn sich bereits Abriebspuren im Radkasten befinden, weil sich ein Reifen nicht mehr frei in diesem bewegen kann.
In acht Fällen wurden aufgrund der massiven, beziehungsweise der Anzahl der Veränderungen an den Fahrzeugen Gutachter des TÜVs hinzugezogen und die Fahrzeuge von der Polizei vor Ort sichergestellt, um die Verstöße für spätere Gerichtsverfahren zu dokumentieren.
Bußgelder zu erwarten
Alle Fahrer, aber auch teils die Halter der Fahrzeuge, erwarten empfindliche Bußgelder. Weiter müssen die Fahrzeuge in ihren regelgerechten Zustand zurückversetzt werden, was meistens einen erhöhten Aufwand bedarf. Weiterhin sind etwaige Gerichts- und Gutachterkosten der Verursacher zu tragen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Schweinfurt.

