Brief an Polizei: Grundschülerin kritisiert Verkehrssicherheit in Fahrradstraßen

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17. Juli 2020

Mit einem handgeschriebenen Brief kritisiert Marlene die Situation in der Büttnerstraße. Foto: Polizei Unterfranken
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Mit einem handgeschriebenen Brief kritisiert Marlene die Situation in der Büttnerstraße. Foto: Polizei Unterfranken

„Liebe Polizei, […] Jedes Mal, wenn ich in der Fahrradstraße fahre, beachtet kein Autofahrer mich. Einmal wurde ich schon fast überfahren. Können Sie dagegen was tun?“ – so ein handgeschriebener Brief, den die Polizeiinspektion Würzburg Stadt Ende Juni bekam. Die Drittklässlerin Marlene kritisiert hiermit die Situation in der Büttnerstraße, die im letzten Jahr offiziell zur Fahrradstraße wurde. Trotz allem lässt die Sicherheit der Radfahrer hier zu wünschen übrig, vor allem, da Autofahrer die Straße stark benutzen und die Regelungen nicht einhalten, so auch die Kritikpunkte der LINKE.

Brief an Polizei

„Ich gehe in die Klasse 3a und fahre immer gerne mit meinen Geschwistern in die Stadt“, erklärt Marlene in ihren Brief. Auch wenn die Büttnerstraße als Fahrradstraße ausgewiesen ist, nehmen Autofahrer oft keine Rücksicht, so die Kritik der Grundschülerin. Auf diesen handgeschriebenen Hinweis möchte auch die Polizei reagieren – und startete einen Aufruf auf Facebook, um die Verfasserin des Briefes zu finden.

„Für alle, die die Regelungen der Fahrradstraße nicht kennen, hier mal eine kleine Auffrischung“, heißt es außerdem weiter. Speziell für die Büttnerstraße gilt, dass der Verkehr für Kfz freigegeben ist, allerdings muss hier die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h beachtet werden, genauso wie ein Sicherheitsabstand von 1,50 m zum Überholen. Dennoch haben hier, unter Einhaltung der Verkehrsregeln, Radfahrer Vorrang und dürfen hier sogar nebeneinander in Gruppen fahren.

Auch LINKE kritisiert

„Marlene! Danke dir, dass musste gesagt werden!“, äußert sich die LINKE Fraktion Würzburg in einer Pressemitteilung. „Durch die Mutter wurde uns das Original des Briefs einer Grundschülerin zugespielt, die ihre negativen Erfahrungen in der Radstraße der Würzburger Polizei mitteilen wollte. Und beim Lesen des Briefes wird eines klar: Kindermund tut Wahrheit kund!“, so Fraktionsvorsitzender Sebastian Roth. Auch sie fordern die Verwaltung auf, über ein Konzept zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer in der Büttnerstraße nachzudenken und auch über eine Rücknahme der Freigabe für den Kfz, heißt es weiter. „Die Kontrolle des Verkehrs liegt klar bei der Polizei, jedoch haben wir als Stadt die Aufgabe, unsere Verkehrswege so zu gestalten, dass dort sicher gefahren werden kann. Und diese scheinbare Sicherheit ist wohl nach diesem Brief endgültig passe!“, so die LINKE.

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