Drohung gegen Gesundheitsämter: Landratsamt trifft Vorkehrungen
Anzeige
Würzburg erleben
12. August 2020

Landratsamt Würzburg. Symbolfoto: Pascal Höfig
In den vergangenen Tage gab es vereinzelt Bombendrohungen gegen Gesundheitsämter in verschiedenen Bundesländern, in Bayern waren zuletzt Behörden in Ansbach und Nürnberg betroffen. Wie das Landratsamt mitteilt, werden nun auch in Würzburg Sicherheitsvorkehrungen getroffen, eine konkrete Bedrohung liegt aber derzeit nicht vor.
Eingangskontrollen ausgeweitet
Landrat Thomas Eberth entschied sich dennoch dazu, die Eingangskontrollen durch einen Sicherheitsdienst auszuweiten, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Würzburg. Bisher wurden nur die Einhaltung der Corona-Regelungen wie Maskenpflicht und Abstand kontrolliert, nun müssen sich auch Besucher mit großen Taschen und Rucksäcken auf einen kleinen Sicherheitscheck einstellen.
„Zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kunden nehmen wir die Situation ernst, auch wenn unser Gesundheitsamt aktuell nicht betroffen ist. Deshalb habe ich bis auf Weiteres eine Taschenkontrolle an den Eingängen angeordnet, um die Sicherheit aller, die sich in unserem Haus bewegen, zu erhöhen“, erklärt Landrat Thomas Eberth. Es empfiehlt sich daher, Taschen und Rucksäcke nach Möglichkeit im Auto zu lassen, einen Einfluss auf das Angebot und die Dienstleistungen des Amtes gibt es dadurch aber nicht.
Evakuierung am Freitag in Ansbach
Wie die Polizei Mittelfranken berichtet, wurde am Freitagabend in der mittelfränkischen Stadt Ansbach das Gebäude des Gesundheitsamtes und die nähere Umgebung abgesperrt und geräumt, nachdem ein Drohanruf eingegangen war. Demnach wurde ein „schädigendes Ereignis angekündigt, welches schließlich nicht eintrat. Bei der Durchsuchung des Gebäudes wurden nach Angaben der Polizei glücklicherweise keine verdächtigen Personen oder Gegenstände angetroffen.

