CBD Öl: So wirkt das Gesundheitsmittel

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27. August 2020

Symbolfoto Hanföl. Foto: Pascal Höfig
Hanfoil

Symbolfoto Hanföl. Foto: Pascal Höfig

Hanf gilt seit Ewigkeiten als Heilpflanze und fehlte bis ins 19. Jahrhundert in keiner Hausapotheke. Dann geriet die Pflanze ins Abseits und wurde erst in neuer Zeit für die Medizin wiederentdeckt. Seit der Entdeckung von Cannabinoid-Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoid-Systems in den 1990er-Jahren überzeugt die Pflanze immer mehr Forscher, Mediziner und private Anwender. Vor allem CBD Öl, das keinerlei berauschende Wirkung besitzt, kann bei vielen Beschwerden positive Wirkungen entfalten.

CBD Öl – Was ist das?

CBD, kurz für Cannabidiol, ist eine in der Hanfpflanze (Cannabis sativa) vorkommende aktive Substanz (Cannabinoid / Phytocannabinoid), die unterschiedliche therapeutische Wirkungen haben kann, ohne zu berauschen. Der menschliche Körper verfügt an unterschiedlichen Stellen über Cannabinoid-Rezeptoren, über die es zu einer Interaktion mit der Substanz kommt. Daher kann CBD eine Wirkung an unterschiedlichen Stellen im Körper entfalten. Gewonnen wird CBD aus den Blüten und Blättern der Cannabis sativa. Dafür kommen ausschließlich hochwertige Pflanzen zum Einsatz. Öl ist ein gutes Medium, um die Substanz zu lösen. Aber CBD gibt es auch in Form von Cremes, Salben oder Tabletten. Anders als THC besitzt CBD keinerlei psychoaktive – also berauschende – Wirkung. Daher ist die Substanz frei verkäuflich. In Deutschland dürfen frei verkäufliche Produkte mit CBD allerdings keine Heilversprechen aufweisen, sondern gelten als Nahrungsergänzungsmittel. Produkte mit Heilversprechen müssen über Apotheken vertrieben werden.

Bei welchen Beschwerden wirkt CBD Öl?

Als angstlösend, antiepileptisch, antipsychotisch, beruhigend, entzündungshemmend und schmerzstillend gilt CBD Öl zum Beispiel von Neurogold unter anderem. Aktuell wird die Wirkung von CBD auf unterschiedliche Krankheiten klinisch erforscht und gilt teilweise als medizinisch gesichert. Hier ein Überblick:

  • Epilepsie: Klinische Studien zeigen, dass CBD die Anzahl epileptischer Anfälle reduzieren kann. In den USA ist inzwischen ein Epilepsie-Medikament mit CBD von der FDA zugelassen.
  • Parkinson: Eine Studie legt nahe, dass CBD die Lebensqualität steigern kann, indem Albträume, Unruhe und aggressives Verhalten reduziert werden.
  • Chronische Schmerzen: CBD kann vor allem bei chronischen Nervenschmerzen, gegen die andere Medikamente nahezu wirkungslos sind, positive Effekte haben.
  • Angststörungen: CBD kann Anspannung, Stress, Unruhe und Müdigkeit verringern und die Konzentration steigern, legen Studien nahe.
  • Krebstherapie: Einige Studien liefern Hinweise darauf, dass CBD das Wachstum von Krebszellen verhindert. Einige Krebsarten sollen durch Cannabidiol sogar abgetötet oder vorgebeugt werden können.

Auch zu der Wirkung von CBD auf Krankheiten wie Depressionen, Alzheimer oder Arthritis wird geforscht. Aber die medizinische Forschung hinkt in gewisser Weise der praktischen Erfahrung von Anwenderinnen und Anwendern hinterher. Zahlreiche Privatpersonen, die CBD Öl etwa gegen Schmerzen, Schlafstörungen, entzündliche Gelenkerkrankungen oder die Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Übelkeit und Erbrechen probiert haben, berichten von positiven Effekten.

Einnahme von CBD Öl

CBD Öl gibt es in unterschiedlichen Konzentrationen. Das Öl kann oral eingenommen werden oder auf die Haut aufgetragen werden. Bei der oralen Einnahme wird die gewünschte Menge an Tropfen sublingual (direkt unter die Zunge) geträufelt. Über die Mundschleimhaut wird CBD besonders schnell absorbiert und gelangt zügig in den Blutkreislauf. Der Effekt entfaltet sich entsprechend rasch. Es wird empfohlen, das Öl für ein bis zwei Minuten unter der Zunge zu lassen und erst dann herunterzuschlucken. Damit sich der Körper an die neue Substanz gewöhnen kann, gilt es als günstig, erst mit einer geringeren Dosierung zu beginnen.

Dieser Artikel beruht auf Informationen von Quarks (Quelle).

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