Malteser Herzenswunsch-Krankenwagen macht „Jungfernfahrt“ nach Oldenburg

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Würzburg erleben

4. September 2020

Die beiden ehrenamtlichen Malteser Steffi (links) und Kilian (rechts) holen die 11-jährige Leticja im Juliusspital ab und fahren sie und ihre Mutter mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen nach Hause nach Oldenburg. Foto: Christina Gold/ Malteser
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Die beiden ehrenamtlichen Malteser Steffi (links) und Kilian (rechts) holen die 11-jährige Leticja im Juliusspital ab und fahren sie und ihre Mutter mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen nach Hause nach Oldenburg. Foto: Christina Gold/ Malteser

Seit April steht der neue Herzenswunsch-Krankenwagen der Maltesern Würzburg in ihrer Rettungswache. „Leider konnten wir coronabedingt bis Juli überhaupt keine Fahrten durchführen“, erzählt Joachim Gold, ehrenamtlicher Stadtbeauftragter. Aber jetzt darf der neue Wagen, der unter anderem mit Klima- und Musikanlage, mit einem Sternenhimmel und einer besonders gut gefederten Trage ausgestattet ist, endlich (letzte) Wünsche erfüllen. Seine Jungfernfahrt führte den Herzenswunsch-Krankenwagen und sein ehrenamtliches Team am Montag nach Niedersachsen.

Im Juliusspital gestrandet

Die Geschichte der 11-jährigen Leticja ist besonders tragisch. Das Mädchen aus Oldenburg war bei den Großeltern in Stuttgart zum Ferienbesuch, als es plötzlich bewusstlos zusammenbrach. Im Krankenhaus wurde ein Hirntumor mit gleichzeitiger Hirnblutung festgestellt und sofort operiert. Als Leticja wieder transportfähig war, sollte sie zurück nach Hause gefahren werden. Doch auf dem Weg dorthin hatte der Stuttgarter Krankenwagen einen Unfall in der Nähe von Würzburg und die kleine Patientin „strandete“ mit ihrer Mutter im Juliusspital – glücklicherweise unverletzt.

Nach Oldenburg gebracht

„Wir Malteser hörten von dieser schrecklichen Verkettung von Unglücksfällen und haben sofort gehandelt“, so Joachim Gold. Ein Team aus ehrenamtlichen Helfern war schnell gefunden, um Leticja und ihrer Mutter noch an demselben Tag den größten Herzenswunsch zu erfüllen: Endlich nach Hause nach Oldenburg! Auch die 7-jährige Lena, Tochter einer Malteserhelferin aus der Herzenswunsch-Gruppe, hatte von Leticjas Schicksal gehört und wollte ihr was Gutes tun. Spontan brachte sie eine bunte Kuscheldecke und eine Glücksbox mit lauter Leckereien in der Malteserwache vorbei, „damit das kranke Mädchen die lange Fahrt gut übersteht“.

Lena und ihre Mutter bringen eine Kuscheldecke und eine Glücksbox mit vielen Leckereien vorbei, damit Leticja die lange Fahrt nach Hause gut übersteht. Foto: Christina Gold/Malteser

Lena und ihre Mutter bringen eine Kuscheldecke und eine Glücksbox mit vielen Leckereien vorbei, damit Leticja die lange Fahrt nach Hause gut übersteht. Foto: Christina Gold/Malteser

„Es hat alles so wunderbar geklappt“, freute sich Joachim Gold über die gelungene erste große Fahrt des neuen Herzenswunsch-Krankenwagens. „Wir sind sehr dankbar, dass wir der kleinen Leticja so schnell und unbürokratisch helfen konnten, denn dafür sind die Spenden ja da, die wir für diesen Dienst bekommen“, ergänzt er noch im Hinblick auf die große Spendenbereitschaft in der Würzburger Bevölkerung.

Rein spendenfinanziert

Um möglichst vielen Menschen einen letzten Herzenswunsch erfüllen zu können, brauchen die Malteser weiterhin finanzielle Unterstützung, denn das Projekt ist rein spendenfinanziert.

Spendenkonto bei der PaxBank eG

IBAN: DE22 3706 0120 1201 2223 00

Stichwort: Herzenswunsch-Krankenwagen

Wer selbst einen Wunsch erfüllt bekommen möchte oder jemanden kennt, der noch ein Sehnsuchtsziel hat am Ende seines Lebens, kann sich gerne an die Malteser wenden: 0931/4505-227 oder hospiz-wue@malteser.org

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung des Malteser Hilfsdienst e.V. 

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