Feuerwehreinsatz mit Personenrettung unter „Corona-Bedingungen“
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Würzburg erleben
13. September 2020

Einen umfangreichen Einsatz gab es am frühen Samstagabend für die Freiwillige Feuerwehr. Foto: Freiwillige Feuerwehr Margetshöchheim
Einen umfangreichen Einsatz gab es am frühen Samstagabend für die die Freiwilligen Feuerwehren aus Erlabrunn, Leinach, Margetshöchheim, Zell am Main und Kräfte des Rettungsdienstes. Gegen 17:40 Uhr wurde der Rettungsdienst gemeinsam mit den First-Respondern der Freiwilligen Feuerwehr Leinach zu einem medizinischen Notfall auf einem Grundstück am Leinacher Berg, Kreisstraße zwischen Erlabrunn und Leinach alarmiert. Aufgrund der örtlichen Lage wurden bereits nach kurzer Zeit die sich auf der Rückfahrt von einem vorangegangenen Einsatz in Erlabrunn befindlichen First- Responder der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim zur Tragehilfe zur Unterstützung dazu alarmiert.
Einsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen
Vor Ort wurde der Patient vom Rettungsdienst und den First-Respondern aus Leinach behandelt, die Einsatzstelle lag ca. 100 Meter talwärts des Leinacher Bergs in einem steilen Hang. Nachdem beim Patienten Verdachtsmomente im Hinblick auf eine Covid-19 Erkrankung bestanden, wurde der Einsatz unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen und einige Kräfte nachalarmiert. Mittels der Schleifkorbtrage der Drehleiter aus Zell konnte der Patient nach der Versorgung vor Ort im Hang dann mit viel Muskelkraft und Sicherungsmaterial den Steilhang bis zum Rettungswagen verbracht und konnte dann in eine Würzburger Klinik gefahren werden.
Besondere Schutzvorkehrungen bei Einsatzkräften
Nachdem einige Einsatzkräfte der First-Responder, diese trugen während der Versorgung entsprechende umfangreiche Schutzkleidung, direkten Kontakt mit dem Patienten hatten, sieht die Standart-Einsatzregel der Feuerwehr Margetshöchheim eine umfangreiche Dekontamination an der Einsatzstelle vor. Diese wurde mittels der Besatzung des nachalarmierten Löschfahrzeugs aus Margetshöchheim aufgebaut und durchgeführt. Dabei werden unter besonderen Schutzvorkehrungen die betroffenen Einsatzkräfte mittels Desinfektionsmittel umfangreich gereinigt, die verwendete Einsatzkleidung abgelegt und neue Kleidung ausgegeben. Für den Zeitraum des Einsatzes war der Leinacher Berg für knapp 2 Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Seitens der vier eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren waren sechs Fahrzeuge mit 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz, der Rettungsdienst war mit zwei Fahrzeugen vor Ort. Eine Streife der Polizeiinspektion Würzburg-Land war ebenfalls an der Einsatzstelle, ebenso Kreisbrandrat Michael Reitzenstein und Kreisbrandmeister Rene Herbert.
Beachten der Standart-Einsatzregel
Für außenstehende mag der Aufwand der betrieben wurde vielleicht übertrieben wirken, es gilt jedoch die freiwilligen Einsatzkräfte bestmöglich zu schützen. Die Standart-Einsatzregel der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim sieht beim Kontakt mit Personen welche Covid-19 Verdachtsmomente zeigen oder als infektiös gelten ein solches Handeln vor. Für diese Fälle werden umfangreiche und spezielle Einsatzmittel vorgehalten, da die Einsatzkräfte vor einer möglichen Weiterverbreitung und Infektion geschützt werden müssen. Der empfohlene Mindestabstand konnte bei diesem Einsatz nicht eingehalten werden, die zusätzliche Schutzkleidung bietet zwar große Sicherheit, trotzdem soll mit der umfangreichen Dekontamination weitere Sicherheit für die die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr erreicht werden!
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Margetshöchheim.

