Passantenfrequenz in der Innenstadt zurück gegangen

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Würzburg erleben

22. September 2020

Die Domstraße an Tag 1 der Ladenöffnungen. Foto: Nico Jahnel
Innenstadt_Domstraße

Die Domstraße in Würzburg. Foto: Nico Jahnel

Es war zu vermuten: Die gestiegene 7-Tages-Inzidenz hält die Kunden, Touristen und sonstige Besucher der Würzburger Innenstadt vom Kommen ab. Ähnlich wie in anderen Städten, die die festgelegten Grenzwerte von 35 bzw. 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hatten, so kam es auch in Würzburg zu einem Einbruch der Besucherzahlen.

Mehr Stornierungen

„Unsere Telefone stehen seit einer Woche nicht mehr still“, sagt Wolfgang Weier, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins „Würzburg macht Spaß“. „Hoteliers klagen über Stornierungen von Zimmern und Veranstaltungsräumen von über 80%, in der Gastronomie werden mehr als 50% der Tischreservierungen wieder abgesagt und für den Handel ist der Umsatz wieder im Schnitt auf 30% des in Vor-Corona-Zeiten üblichen gesunken.“

Mehr Vertrauen in die Innenstadt

Das Stadtmarketing „Würzburg macht Spaß“ hat die Werte der Passantenfrequenzmessung am Marktplatz aus der letzten August- und ersten September-Woche mit den aktuellen Zahlen der letzten Woche verglichen und diese wiederum mit den Zahlen aus dem Vorjahr korreliert (bereinigt um die Effekte von StraMu und Stadtfest). „Die Würzburger Innenstadt war auf einem guten Weg, sich von den Auswirkungen des Lockdowns zu erholen“, meint Joachim Beck, der Vorstandsvorsitzende von „Würzburg macht Spaß“. „Die Besucher der Würzburger Innenstadt hatten wieder Vertrauen gefasst und auch die Touristen kamen wieder.“

Die Passantenfrequenz in der Würzburger Innenstadt im Vergleich zum letzten Jahr. Grafik: Würzburg macht Spaß e.V.

Die Passantenfrequenz in der Würzburger Innenstadt im Vergleich zum letzten Jahr. Grafik: Würzburg macht Spaß e.V.

Frequenzverlust von ca. 27,8%

Zwar waren die Umsätze in Handel und Gastronomie noch lange nicht wieder beim Vor-Corona- Niveau angekommen und bewegten sich – verglichen mit dem Vorjahr – bei den meisten Unternehmen zwischen 60% und 80%. „Die Zahl der Menschen, die in die Würzburger City kommen, lag durchschnittlich im August bei ca. 15,3% unter der von 2019, und wenn man nur die letzte August- und erste September-Woche mit dem entsprechenden Zeitraum im Vorjahr vergleicht, bei nur noch ca. 6,9% darunter“, so Weier. „Durch die neuerlich gestiegenen Zahlen und die bundesweite Berichterstattung hierüber sind wir in Würzburg nun jedoch wieder bei einem Frequenzverlust von durchschnittlich ca. 27,8% angekommen, das entspricht dem Juni- Wert.“

Sorglosigkeit und Fehlverhalten Weniger

„Aufgrund des Fehlverhaltens und der Sorglosigkeit Weniger müssen nun ganze Branchen leiden. Händler, Gastronomen und Hoteliers, die alles getan haben, um die geforderten Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen und sich eben wieder einigermaßen berappelt haben, sehen sich nun erneut in Ihrer Existenz bedroht!“ stellt Weier verärgert fest. „Wir würden uns daher im Sinne der Würzburger Unternehmer seitens der Bürger die strikte Einhaltung der AHA-Formel – Abstand, Hygiene, Alltagsmaske –, seitens der Behörden eine möglichst differenzierte Betrachtungsweise der Situation vor Ort und seitens gerade der überregionalen Medien eine ebensolche Berichterstattung wünschen.“

Allgemeinverfügung richtig

Die aktuell gültige Allgemeinverfügung hält Weier in weiten Teilen für richtig: „Die Beschränkung von Treffen größerer Gruppen wie auch das Alkoholverbot im öffentlichen Raum an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten ist sinnvoll und könnte analog München sogar ausgeweitet werden. Entscheidend bleibt hier v.a. die Kontrolle und Durchsetzung der Verordnungen durch die Polizei und den kommunalen Ordnungsdienst.“

Artikel beruht auf eine Pressemitteilung des Stadtmarketings „Würzburg macht Spaß“ e.V.

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