Würzburger Supermarkt reagiert mit Türsteher auf Maskenverweigerer

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Würzburg erleben

24. September 2020

Norma in der Zeller Straße. Foto: Katharina Kraus
Norma_Zeller Straße

Norma in der Zeller Straße. Foto: Katharina Kraus

Die Maske gehört mittlerweile seit fünf Monaten zum Alltag: Wer im Einzelhandel einkaufen, Cafés und Restaurants besuchen oder den ÖPNV nutzen möchte, kommt gar nicht drum herum, sich eine aufzusetzen. Doch nicht jeder hält sich an die Infektionsschutz-Regelung: Vereinzelt kommt es vor, dass der Laden ohne Mund-Nasen-Schutz betreten wird – das beunruhigt u.a. andere Kunden. Der Supermarkt „Norma“ in der Zeller Straße reagiert nun auf Maskenverweigerer und kontrolliert zu Stoßzeiten den Einlass.

„Familieneinkauf als Spießrutenlauf“

„Wir sind eine junge Familie aus Würzburg. Unser Baby ist gerade 4 Monate alt geworden. Leider ist uns in den letzten Monaten aufgefallen, dass in vielen Lebensmittelgeschäften so gut wie gar nicht mehr auf die Einhaltung der Maskenpflicht geachtet wird“, so wendete sich ein Familienvater an die Redaktion. Er sei besorgt über die Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Infektionsschutzregeln in Würzburg.

Erfolgreiche Kontrollaktion im ÖPNV

Viele Mitbürger haben inzwischen eine gewisse  Leichtfertigkeit im Umgang mit der Coronakrise entwickelt. Es wird teilweise ohne Maske, oft mit Maske unter der Nase oder ggf. mit Hemdkragen vor dem Mund eingekauft, falls keine Maske vorhanden ist.“ Auch bei älteren Bekannten, anderen jungen Familien und auch Familienmitgliedern ruft diese Entwicklung Besorgnis hervor. Der Einkauf werde demnach zur Herausforderung, so werde vorher nicht nur die Auslastung der Parkplätze der Läden vorab geprüft, auch Uhrzeiten mit wenig Publikumsverkehr werden besprochen „Alternativ werden Maskenverweigerer im Geschäft großräumig umgangen und notfalls darauf angesprochen fernzubleiben. Dies macht jeden Familieneinkauf zu einem Spießrutenlauf.“

„Corona-Türsteher“ als Testlauf

Aufgefallen sei ihm vor Kurzem bei einem Einkauf in einer Würzburger Filiale der Discounterkette „Norma“ eine Art „Türsteher“, der vor dem Eingang Kunden auf die Maskenpflicht kontrollierte. „Aufgrund von zunehmenden Maskenverweigerern und alkoholisierten Mitbürgern sehen wir uns veranlasst, unsere Mitarbeiter vor Ort zu schützen.“, so die Filialleitung der Zeller Straße auf Nachfrage der Redaktion. Zwischen 16.00 und 20.00 Uhr sei der Sicherheitsdienst vor Ort. „Diese vorübergehende  Maßnahme kann als Testlauf angesehen werden und wird vorerst auch nur in dieser Würzburger Filiale umgesetzt.“, heißt es weiter. Für die junge Familie sei diese Maßnahme eine Erleichterung, denn auch er als Kunde profitiere davon „Das erste Mal einfach nur einkaufen und bis auf die Abstandsregeln endlich mal ohne „Eltern-Paranoia“ durch ein Geschäft gehen.“

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