Messerangriff in Wohngruppe: Jugendlicher in Untersuchungshaft

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Katharina Kraus

5. Oktober 2020

Bedrohung mit einem Messer. Symbolfoto: Pascal Höfig
Messer_Gewalt

Bedrohung mit einem Messer. Symbolfoto: Pascal Höfig

Am Mittwochabend ist es in einer Jugendwohngruppe in Würzburg zu einer Auseinandersetzung unter zwei Bewohnern gekommen. Dabei soll ein Jugendlicher seinen Kontrahenten mit einem Messer angegriffen haben. Der Angreifer befindet sich inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft.

Mit Messer auf Mitbewohner losgegangen

Nach vorliegenden Ermittlungserkenntnissen soll der Beschuldigte nach einer gegen ihn gerichteten Beleidigung kurz nach 19.30 Uhr zu einem Messer gegriffen und versucht haben, seinen Mitbewohner damit zu verletzen. Dieser konnte glücklicherweise ausweichen und blieb unverletzt. Mit vor Ort anwesenden Personen gelang es, den Angreifer zu überwältigen.

Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt waren nach Eingang des Notrufs schnell vor Ort. Die Beamten stellten das Tatmesser sicher, nahmen den Angreifer vorläufig fest und brachten ihn zur Dienststelle.

Haftbefehl erlassen

Die weiteren Ermittlungen in dem Fall wurden von der Kriminalpolizei Würzburg übernommen und in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wird dem Festgenommenen vorgeworfen, bei dem Messerangriff den Tod seines Mitbewohners zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Beschuldigte am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Nach der Eröffnung des Haftbefehls wurde der Jugendliche in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine gemeinsame Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg.

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