Unsichtbarer Held: Wie man in der Corona-Zeit helfen kann
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Würzburg erleben
30. Oktober 2020

In Würzburg gibt es mehrere Möglichkeiten, um ein "unsichtbarer Held" zu werden. Grafik: Selina Dietrich / Foto: Max Ziegler
Jetzt heißt es: Zusammenhalten! Die Corona-Zahlen sind rasant angestiegen und das Virus breitet sich weiter aus. Manche Menschen leiden dadurch an erheblichen Geldeinbußen durch Kurzarbeit oder Streichungen von Arbeitsplätzen und auch die Kontakteinschränkungen machen vielen zu schaffen – sowohl physisch als auch psychisch. Aber man kann helfen! Nicht nur die offensichtlichen Helfer, wie Pflegekräfte oder Ärzte, zählen, sondern gerade bei selbstverständlich angesehenen Vereinen oder Ehrenämtern wird Hilfe benötigt. Ein „unsichtbarer Held“ kann jeder werden und dafür haben wir hier Anlaufstellen und Ideen für Würzburg und Umgebung zusammengestellt.
Kleider spenden
Ganz wichtig ist gerade jetzt in den kalten Monaten eine schöne warme Kleidung. Klamotten, die man selbst nicht mehr braucht oder nicht mehr gefallen können an Andere weitergegeben werden, bevor sie im Müll landen. Von Jacke bis Mütze kann alles gespendet werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Kleidungsstücke nicht kaputt oder dreckig sind. Die Organisation Malteser Hilfsdienst e.V. hat an mehreren Orten in Würzburg Altkleidercontainer aufgestellt, die darauf warten, mit Säcken voller Kleidung gefüllt zu werden. Hier sind sie zu finden:
- Frauenland: Letzter Hieb, Frauenlandplatz, Grünewaldstraße, Keesburg
- Heidingsfeld: Eisenbahnstraße, Heriedenweg, Leitengraben, Resenstraße, Seilerstraße 1, Athener Ring, Madrider Ring, Straßburger Ring
- Lengfeld: Robert-Kirchhoff-Straße
- Mainviertel: Leistenstraße
- Oberdürrbach: Hüttenweg
- Sanderau: Königsberger Straße, Ludwigskai
- Steinbachtal, Steinbachtal 47
- Unterdürrbach: Unterdürrbacher Straße 280
- Zellerau: Jägerstraße, Maillinger Straße 2, Mainaustraße 45, Wilhelm-Dahl-Straße

Symbolbild Kleidung. Foto: Pascal Höfig
Auch das Bayerische Rote Kreuz freut sich über Kleiderspenden jeglicher Art. Hier sind Altkleidercontainer an folgenden Standorten positioniert:
- Eibelstadt: Fuchsstadter Straße
- Allersheim: Hauptstraße
- Bergtheim: Raiffeisenstraße 3, Am Sportgelände – Dipbach
- Opferbaum: Am Stöckig 3
- Bütthardt: Simmringer Straße
- Eibelstadt: Untere Semel
- Estenfeld: Heisenbergstraße
- Euerhausen: Friedhofstraße
- Gaukönigshofen: Am alten Bahnhof 2
- Gelchsheim: Birkenstraße
- Gerbrunn: Oberer Kirschberg
- Giebelstadt: Langwiesengraben
- Hettstadt: Valentinusstraße
- Kürnach: Am Wachtelberg, Am Trieb
Eine tolle Anlaufstelle für Kleiderspenden bietet auch der Caritasladen Würzburg, der finanziell Benachteiligten mit Secondhand-Kleidung unterstützt.
Blut spenden
Leben retten! Jeder trägt es in seinem Körper, doch bei manchen reicht das leider nicht aus. Das Spenderblut ist für viele überlebenswichtig und gerade in der Corona-Zeit sind die Krankenhäuser auf das „flüssige Gold“ angewiesen. Um Blut spenden zu können muss man zwischen 18 und 73 Jahren alt und natürlich gesund sein. Auch das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens und die Untersuchung durch einen Arzt vor Ort sind Voraussetzungen. Wichtig: man muss mindestens 50 Kilogramm wiegen und vorher genug essen und trinken, um so den eigenen Blutverlust besser zu verarbeiten. Hier sind die nächsten Termine für eine Blutspende in Würzburg aufgelistet:

Die nächste Termine zum Blutspenden. Grafik: Selina Dietrich
Lebensmittel spenden
Grundnahrungsmittel sind für jeden Mensch eine Voraussetzung zum Überleben. Manche können sich es leider nicht leisten, jede Woche einen Großeinkauf im Supermarkt zu machen. Deshalb holen sich viele ihre Lebensmittel bei der Tafel Würzburg. Die müssen natürlich das Essen auch irgendwo herbekommen und da kommt man selbst in Spiel. Lebensmittel, die man nicht isst oder die man im Überfluss zu Hause hat kann man gerne bei der Tafel in Würzburg oder auch in Heidingsfeld abgeben, um den Helfern und Kunden der Tafel das Leben ein bisschen zu erleichtern.

Der Würzburger Taffelladen in der Zellerau. Foto: Pascal Höfig
Masken nähen
Ein Alltag ohne Maske ist mittlerweile undenkbar! Wir brauchen sie überall: beim Einkaufen, auf der Arbeit oder in der Straba. Mit selbstgenähten Masken kann man sich zum einen Unikate machen und zum anderen auch noch Etwas für die Umwelt tun. Denn die Stoffmasken sind wiederverwendbar und können ganz leicht gewaschen werden. Um sich selbst eine Maske zu nähen, benötigt man eine Nähmaschine, einen angenehmen Stoff, elastische Gummibänder und einen kleinen Draht. Im Internet wimmelt es nur so von Anleitungen. Wer nicht nur sich selbst Masken nähen, sondern auch anderen Menschen ein Einzelstück schenken will, der kann natürlich auch Masken spenden oder an Andere verschenken.

Mund-Nasen-Schutz aus Stoff. Symbolfoto: Darja Schano
Für Andere einkaufen
Quarantäne, Risikogruppe, körperlich eingeschränkt – es gibt viele Gründe, warum eine Person nicht einkaufen gehen kann. Aber auch dafür gibt es eine Lösung! Andere tun es! Um Menschen in Not zu helfen, kann man den Wocheneinkauf der Nachbarn oder der Familie nebenan übernehmen. Um sich selbst nicht zu gefährden, sollte der Einkauf ohne Kontakt übergeben werden. Am besten stellt man den Einkauf vor der Tür ab und hält den Mindestabstand von 1,5 Metern in jedem Fall ein.

Symbolbild Einkaufswagen. Foto: Pascal Höfig

