Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen in Würzburg

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Würzburg erleben

25. November 2020

Internationaler Aktionstag: Stadträtin Barbara Lehrieder, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen e.V. (AWF), Bürgermeisterin Judith Jörg und die städtische Gleichstellungsbeauftragte Petra Müller-März bereiten sich auf den 25. November vor. Foto: Georg Wagenbrenner
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Internationaler Aktionstag: Stadträtin Barbara Lehrieder, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würzburger Frauen und Frauenorganisationen e.V. (AWF), Bürgermeisterin Judith Jörg und die städtische Gleichstellungsbeauftragte Petra Müller-März bereiten sich auf den 25. November vor. Foto: Georg Wagenbrenner

Am 25. November ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen. Weltweit finden seit 1999 an und um diesen Tag Aktionen statt, die sich gegen Gewalt an Frauen positionieren und die Stärkung der Frauenrechte zum Ziel haben. Um ein sichtbares Zeichen zu setzen, werden zahlreiche Gebäude an diesem Tag orangefarben beleuchtet. Auch Würzburg beteiligt sich wieder an diesem Gedenk- und Aktionstag. Die Gleichstellungsstelle für Frauen und Männer bei der Stadt Würzburg koordiniert die Angebote in Würzburg.

Häusliche Gewalt in Corona-Zeit: Würzburger Frauenhäuser helfen

Würzburg sagt Nein

Mit verschiedenen Aktionen setzt auch die Stadt Würzburg ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen.

  • 25.11.2020, 17.00 – 18.30: Beleuchtungsaktion „Orange your City – Würzburg sagt Nein zu Gewalt an Mädchen und Frauen“, beleuchtet werden der Grafeneckart am Rathaus, der Dom, die Geschäfte Optik Horn, Juwelier Scheuble, WVV, Optik Kresinsky in der Domstraße und die WVV am Haugerring.
  • 20.11.-27.11.2020: Fahnen „frei leben ohne Gewalt“ in der Schönborn- und Domstraße, an den Rathaus-Arkaden und im Rathaus-Innenhof
  • Postkarten des Hilfetelefons liegen beständig im Rathaus, Sozialreferat, bei der Drogerie Müller und den Aldi-Filialen in Würzburg aus. Außerdem unterstützen die Stadtreiniger das Hilfetelefon. Wie im vergangenen Jahr fahren Müllautos mit Plakaten des Hilfetelefons durch die Stadt und machen auf dieses wichtige Unterstützungsangebot aufmerksam. 
Die diesjährige Postkarte weist auf das Hilfetelefon in mehreren Sprachen hin. Foto: Stadt Würzburg

Die diesjährige Postkarte weist auf das Hilfetelefon in mehreren Sprachen hin. Foto: Stadt Würzburg

Häusliche Gewalt in Unterfranken

Jede vierte Frau erlebt Gewalt durch den aktuellen oder früheren Lebenspartner. Gewalt an Frauen ist ein gravierendes Problem, in Deutschland und auch bei uns in Unterfranken. Das Lagebild zu häuslicher Gewalt für den Bereich Unterfranken listet in der Polizeistatistik für 2019 insgesamt 1872 Fälle von häuslicher Gewalt auf, davon sind 1547 Frauen (82,64 %) und 325 Männer (17,36 %).

Nur 20 % erstatten Strafanzeige

Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Denn nach Angaben des bundesweiten Hilfetelefons gegen Gewalt an Frauen erstatten nur 20 % der betroffenen Frauen eine Strafanzeige. Vielen Frauen sowie den Angehörigen sind Unterstützungsangebote nicht bekannt. Eine vom Bundesfrauenministerium in Auftrag gegebene Untersuchung von 2014 zeigte auf, dass z.B. etwa ein Drittel – auch der von schwerer Gewalt und Misshandlung in der aktuellen Paarbeziehung betroffenen Frauen – keine Kenntnis über Unterstützungsangebote hat.

Unterstützungsangebote in der Region

Um betroffenen Frauen, Männern und ihren Angehörigen Wissen und Zugang zum Hilfesystem zu ermöglichen, weist die Stadt Würzburg ganzjährig auf die regionalen Unterstützungsangebote und das bundesweite Hilfetelefon gegen Gewalt hin.

Beratungsangebote für Frauen

  • Frauennotruf bei Wildwasser Würzburg e.V., Tel. 0931-13 287
  • Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt, Bezirksverband Unterfranken e.V., Tel. 0931- 61 98 10
  • Frauenhaus im SkF, Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Würzburg, Tel. 0931- 45 00 777

Beratungsangebote für Männer

  • Beratungsstelle Häusliche Gewalt gegen Männer, ISKA Nürnberg, Tel. 0911- 27 29 98 20
  • Wohnung für von häuslicher und sexualisierter Gewalt betroffene Männer, Caritas Nürnberg, 0911-23 54 235

Information und Unterstützung durch die Polizei

  • Beauftragte der Polizei für Kriminalitätsopfer, Polizeipräsidium Unterfranken, Tel. 0931- 45 71 074
  • In akuter Notsituation: Polizeinotruf 110

Unterstützungsangebot bundesweit

  • Bundesweite Hilfetelefonnummer: 08000 116 016 – anonym, kostenfrei, mehrsprachig

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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