Amokfahrt in Trier: Wie sicher ist die Schweinfurter Innenstadt?

Anzeige

Würzburg erleben

3. Dezember 2020

Streifenwagen der Polizei an einem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig
Weihnachtsmarkt_Polizei05

Streifenwagen der Polizei an einem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Die jüngsten Ereignisse in Trier sorgen in der Bevölkerung erneut zu einem mulmigen Gefühl: Ist die Innenstadt sicher genug und ist man vor potenziellen Amokfahrten ausreichend geschützt? In Schweinfurt gibt es keine erhöhte Gefährdungslage, so Stadtrat Jan von Lackum auf Nachfrage.

Einzeltäter

„So etwas muss immer lokal betrachtet und bewertet werden.“, weist von Lackum außerdem hin. „Es gibt nach dem Vorfall in Trier keine erhöhte Gefährdungslage. Es handelte sich nach Medienberichten vielmehr um einen Einzeltäter, der offenbar im Affekt und unter erheblichem Alkoholeinfluss handelte. Einen solchen Fall nun zur Grundlage von sicherheitsrechtlichen Vorkehrungen zu machen, hielte ich für vorschnell“, heißt es weiter.

Keine mangelnden Ausweichmöglichkeiten

Auch die Stadtweihnacht schaffe ebenfalls keine erhöhte Gefährdungslage „Sie umfasst aufgrund der Coronapandemie nur wenige Buden, die auf zwei Standorte verteilt sind und deren Sortimente bewusst keinen Anreiz zum geselligen Verweilen bieten. Sie ist insofern nicht mit dem Schweinfurter Weihnachtsmarkt zu vergleichen, für den aufgrund des durchschnittlich längeren Aufenthalts von Menschen auf dem Marktplatz und der mangelnden Ausweichmöglichkeiten nach dem Attentat in Berlin ergänzende Sicherheitsvorkehrungen ergriffen wurden.“ In den letzten Jahren wurden aus Sicherheitsgründen Betonpoller an den Eingängen des Weihnachtsmarktes aufgestellt.

Betonabsicherung am Weihnachtsmarkt. Foto: Dirk Flieger

Betonabsicherung am Weihnachtsmarkt. Foto: Dirk Flieger

„Daran sehen Sie: Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger liegt stets im Fokus der Stadtverwaltung, aber natürlich auch der Polizei. Dennoch kann auch die beste Polizei- und Behördenarbeit keine absolute Sicherheit schaffen.“, so Jan von Lackum abschließend.

Banner2
Topmobile2