Amokfahrt in Trier: Wie sicher ist die Würzburger Innenstadt?

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Würzburg erleben

3. Dezember 2020

Streifenwagen der Polizei an einem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig
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Streifenwagen der Polizei an einem Weihnachtsmarkt. Foto: Pascal Höfig

Die jüngsten Ereignisse in Trier sorgen in der Bevölkerung erneut zu einem mulmigen Gefühl: Ist die Innenstadt sicher genug und ist man vor potenziellen Amokfahrten ausreichend geschützt? Die Sicherheit in der Innenstadt und in den Fußgängerzonen ist nicht erst seit den Anschlägen in Nizza und Berlin ein wichtiger Abstimmungspunkt der Sicherheits-Behörden untereinander, so die Stadt Würzburg auf Nachfrage. „Unser Kommunalreferat hat sich intensiv mit der Thematik befasst und ist regelmäßig im Austausch mit der Polizei zu konkreten Gefährdungslagen.“, so Pressesprecher Georg Wagenbrenner.

Bauliche Verbesserungen schwierig

Auch mögliche bauliche Verbesserungen wie Betonpoller, spezielle Bänke oder temporäre Hindernisse wurden in der Vergangenheit schon geprüft, allerdings erweise sich eine Umsetzung in der Würzburger Innenstadt nicht als einfach. „Eine umfassende Absicherung ist aber auch in Würzburg letztlich nicht realisierbar, ohne massiv in komplexe Abläufe und Verkehre einzugreifen – beispielsweise in den Straßenbahnverkehr im Zentrum.“, so die Stadt.

Absicherung schwierig zu organisieren

„In der Vergangenheit beschäftigte man sich verstärkt auch mit dem Szenario „Amokfahrt mit einem Lkw“. Wird nun wie in Trier ein Pkw für einen Mordanschlag genutzt, ist eine Absicherung hiergegen noch schwieriger zu organisieren (Kurvenradien, erlaubte Straßen etc.)“, heißt es weiter.

Aufgrund der aktuell anhaltenden Pandemie fällt der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr anders aus als gewohnt: Mit dem „Adventsmarkt“ ist nicht mit dem sonst verbunden Besucherandrang in der Innenstadt zu rechnen. „Der Anschlag von Trier erschüttert auch deshalb tief, weil man nach der zynischen Logik von Tätern, die einfach möglichst viele Menschen treffen und töten wollen, aktuell noch weniger damit rechnen konnte/musste“, heißt es abschließend.

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