Intensive Ermittlungen im Mordfall Wiesenfeld: Kripo schaltet Zeugentelefon
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Katharina Kraus
28. Januar 2021

Die Kriminalpolizei ermittelt. Symbolfoto: Pascal Höfig
Nach der Inhaftierung eines dringend Tatverdächtigen im Mordfall Wiesenfeld von 1993 in der vergangenen Woche, haben Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen nochmals intensiviert. Die Kriminalpolizei Würzburg hat eigens eine Ermittlungskommission gegründet. Zur Entgegennahme von Hinweisen wurde ein Zeugentelefon geschaltet.
44-Jähriger unter Mordverdacht
Wie bereits berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft aufgrund neuester Ermittlungserkenntnisse Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt, die in der vergangenen Woche im Landkreis Main-Spessart vollzogen wurden. Ein 44-Jähriger kristallisierte sich als Tatverdächtiger heraus. Er wurde vorläufig festgenommen und befindet sich wegen dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft.
Am 15. Dezember 1993 war ein 13 Jahre altes Mädchen aus Wiesenfeld bei der Polizei als vermisst gemeldet worden. Zwei Tage später war der Leichnam des Kindes in einer Jauchegrube eines Aussiedlerhofs aufgefunden worden. Eine Obduktion ergab, dass das Kind durch massive Gewalteinwirkung zu Tode gekommen war. Ein anfänglicher Tatverdacht gegen einen zur Tatzeit 15-Jährigen hatte sich in der Folge nicht bestätigt, was zu einem gerichtlichen Freispruch des Jugendlichen geführt hatte.
Ermittlungskommission eingerichtet
Um die Ermittlungen in dem rund 27 Jahre zurückliegenden Fall nochmals zu intensivieren, gründete die Kriminalpolizei Würzburg nun eigens eine Ermittlungskommission. Deren Ziel ist es, die Tat vom 15. Dezember 1993 möglichst umfassend und lückenlos aufzuklären. In diesem Zusammenhang hoffen die Ermittler nun auch auf Hinweise von Personen, die möglicherweise zur Aufklärung des Verbrechens beitragen können.
Zeugentelefon rund um die Uhr besetzt
Jede Information, auch wenn sie noch so unwichtig erscheint, kann für die weitere Aufklärung der Tat von Bedeutung sein. Wer glaubt, sachdienliche Hinweise geben zu können, sollte keine Scheu haben, sich mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen. Unter der kostenfreien Rufnummer 08 00 / 7 73 37 44 werden rund um die Uhr Hinweise entgegengenommen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

