Würzburger Fotograf startet Lockdown-Fotoprojekt

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Manuel Scholze

17. Februar 2021

Fotograf Mario Schmitt zeigt in eindrucksvollen Bildern diejenigen, die aufgrund von Corona zusperren mussten, wie die "MS Zufriedenheit". Foto: Mario Schmitt
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Fotograf Mario Schmitt zeigt in eindrucksvollen Bildern diejenigen, die aufgrund von Corona zusperren mussten, wie die "MS Zufriedenheit". Foto: Mario Schmitt

Der anhaltende Lockdown bietet nach wie vor wenig Perspektiven für Einzelhändler, Fitnessstudios und die gesamte kulturelle Szene. Der Würzburger Fotograf Mario Schmitt kann davon ein Lied singen – und das dürfte momentan eher in Moll ausfallen. Denn er selbst ist hart von der Pandemie betroffen.

Kein Anspruch auf staatliche Hilfe

„Ich verdiene mein Geld im Sommer und eben da wo Menschen zusammenkommen“, sagt der Würzburger. Als Soloselbstständiger im Homeoffice ohne größere Betriebsausgaben falle er durchs Raster. Anspruch auf staatliche Hilfe habe er nicht.

Ehrenamtliches Fotoprojekt

„Es hilft mir trotzdem nichts, mich unter einer Decke zu begraben und abzuwarten“, sagt Mario Schmitt. „Mir geht es ja nicht allein so, es sind viele Betriebe und Künstler betroffen.“ Um seinen Leidensgenossen eine Stimme zu verleihen, hat Schmitt ein ehrenamtliches Fotoprojekt gestartet, das ein eindrucksvolles Zeitdokument werden könnte.

Was macht die Pandemie mit uns?

Für seine Serie „Ein Jahr Pandemie: Was hat das Virus mit uns gemacht?“ shootet Schmitt Selbstständige aus verschiedenen betroffenen Branchen in Würzburg und im Umland. Rund 50 Portraits sind aktuell geplant, etwa 20 davon bereits auf seiner Website in Bildern veröffentlicht.

Dokumentation einer Ausnahmephase

Konkrete Erwartungen an das Projekt lässt Mario Schmitt noch offen. Doch die Dokumentation dieser Ausnahmephase ist ihm wichtig. „Ich schaffe ein Zeitdokument, mit dem ich auch nach der Pandemie das Thema aufgreifen kann. Beispielsweise in einer Ausstellung.“

Der Würzburger Fotograf sucht weiterhin Selbstständige, die sich fotografieren lassen möchten, um ihrer Situation Ausdruck zu verleihen.

Artikel erschien zuerst auf mainding.de.

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