Jung, fit und mit Corona infiziert

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Würzburg erleben

2. März 2021

Symbolbild Coronatest. Foto: Jessica Hänse
Reagenzglas_positiv

Symbolbild Coronatest. Foto: Jessica Hänse

Sie sind jung, gesund und haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Symptome aller Infizierten sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Besonders Risikogruppen sind vor einem schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 gefährdet. Allerdings können auch junge Leute schwer erkranken. Wir haben mit zwei Infizierten aus dem Landkreis Kitzingen gesprochen, die ihren Krankheitsverlauf ganz unterschiedlich erlebt haben.

Tägliches Corona Update für Würzburg

20 Jahre alt, leidenschaftlicher Fußballer

Würzburg Erleben (WE): Wo und wie hast Du die Infizierung bemerkt? Hattest Du Symptome oder wurdest Du aufgrund eines Verdachts getestet?

Infiziert habe ich mich bei meinem Vater, der sich auf der Arbeit angesteckt hat. Ich hatte starke Symptome wie: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit, Übelkeit. Und dann war es natürlich naheliegend, weil mein Vater schon positiv getestet worden war.

WE: Wie hat es sich für Dich angefühlt, als Du von Deinem positiven Ergebnis erfahren hast?

Es war natürlich schon ein bisschen abzusehen, dass ich früher oder später auch positiv bin. Allerdings sind einem dann schon ein paar Fragen durch den Kopf gegangen wie z.B. gibt es irgendwelche Langzeitschäden? Wie lange dauern diese Symptome an?usw.

WE: Beschreibe doch bitte mal Deinen Krankheitsverlauf? Welche Symptome hattest Du?

Angefangen hat es an einem Sonntagabend mit Kopfschmerzen, dann am nächsten Tag kamen Übelkeit, Gliederschmerzen, Kurzatmigkeit und Halsschmerzen dazu. Allerdings noch relativ mild. Am Dienstag hat sich das ganze verschlimmert. Man kann sich ungefähr einen Unterschied von 30 km/h auf 90 km/h vorstellen.

WE: Wie war Dein Wohlbefinden in der Quarantäne?

Ich musste ja bereits die Woche vor meinem positiven Test in Quarantäne, weil es einen Fall auf meiner Arbeit. In dieser Woche habe ich daheim an unserem Scheunenausbau gearbeitet. Da hat sich der Tag angefühlt, wie jeder andere auch. Als dann mein Vater positiv war und dann später auch ich war es eigentlich täglich der gleiche monotone Tagesablauf: sehr viel Schlaf, tatsächlich leider wenig Essen bzw. Hunger, viel Fernsehen und Social Media.

An den ersten Tag war dies allerdings nur bedingt möglich, da ich einen sehr starken Krankheitsverlauf hatte. Da war ich dann die ganze Zeit im Bett gelegen, konnte mich kaum bewegen, ohne dass mir schwindelig geworden ist oder ich einen unsicheren Stand beim Gehen hatte. Nach einer gewissen Zeit hatte man dann auch wieder ein sehr starkes Verlangen, am öffentlichen Leben teilzunehmen, wie z.B. die Oma bzw. Freunde besuchen, Einkaufen gehen, Sport machen oder einfach mal Spazieren gehen.

WE: Wie geht es Dir jetzt nach der Krankheit? Hast du immer noch Beschwerden?

Mir geht es wieder sehr gut. Habe morgens noch ein leichtes Kratzen im Hals. Aber sonst ist wieder alles in Ordnung.

25 Jahre alt, Sportler durch und durch

WE: Wo und wie hast Du die Infizierung bemerkt? Hattest Du Symptome oder wurdest Du aufgrund eines Verdachts getestet?

Genau weiß ich es ehrlich gesagt nicht. Entweder bei einer Familienfeier oder auf der Arbeit bei einem Kollegen. Ich wurde nur getestet, weil ich Kontakt mit einer infizierten Person hatte. Ich habe es eigentlich gar nicht wirklich bemerkt, hatte nur ganz leichte Erkältungssymptome.

WE: Wie hat es sich für Dich angefühlt, als Du von Deinem positiven Ergebnis erfahren hast?

Ziemlich komisch… man macht sich schon mehrere Gedanken.

WE: Beschreibe doch bitte mal Deinen Krankheitsverlauf? Welche Symptome hattest Du?

Ich hatte nur eine leichte Erkältung, die sich nach ein paar Tagen gelegt hat. Am Ende der Quarantäne kam dann der Geruchs- und Geschmacksverlust dazu.

WE: Wie war Dein Wohlbefinden in der Quarantäne?

Anfangs war es ganz okay, aber nach einer Zeit merkt man erstmal, was es überhaupt bedeutet, nichts machen zu dürfen. Nach ein paar Tagen war es schon ziemlich nervig.

WE: Wie geht es Dir jetzt nach der Krankheit? Hast Du immer noch Beschwerden?

Mir geht es so weit wieder gut. Der Verlust des Geschmackes und Geruches zog sich nach dem Ende der Quarantäne noch ca. 1,5 Wochen hin.

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