LGS-Gelände am Hubland: Wasserbecken wird nun saniert
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Würzburg erleben
3. März 2021

Das Wasserbecken auf dem LGS Gelände am Hubland wird nun saniert. Foto: Jessica Hänse
Von April bis Oktober fand die Landesgartenschau 2018 am Hubland statt. Ein Highlight: Das Wasserbecken auf dem Gelände. Doch die Freude darüber hielt nicht lange an, so wurde im Frühjahr 2019 ein nicht unerheblicher Schaden mit massivem Wasserverlust zur Folge festgestellt. Wie die Stadt Würzburg mitteilt, habe man einen Gutachter eingeschaltet und auf dessen Grundlage ein Sanierungskonzept entwickelt. Dieses werde nun umgesetzt.
Komplexe Sanierungsarbeiten
In den vergangenen Tagen wurde hierzu die benachbarte Rasenfläche als Lager hergerichtet und der Oberboden abgetragen und eine Schutzschicht aus Vlies und Schotter aufgebracht, so eine Pressemitteilung der Stadt. Die Sanierungsarbeiten seien sehr komplex, heißt es. „Als Erstes müssen hunderte von Natursteinen unterschiedlicher Größe einzeln per Kran ausgebaut und auf der benachbarten Fläche gelagert werden. Ein Teil der Steine wird zudem gekürzt, da die neue Beckenabdichtung etwas mehr Raum benötigt“, so die Erklärung.

Das Wasserbecken auf dem LGS Gelände am Hubland wird nun saniert. Foto: Jessica Hänse
Im Juni sollen die Sanierungsmaßnahmen bereits abgeschlossen sein – soweit das Wetter mitmacht. Mit der Aufbringung des Abdichtungssystems werde man voraussichtlich schon im April beginnen, sollten die Mindesttemperaturen erreicht werden. Das System besteht aus einer Grundierung, der eigentlichen Abdichtung sowie einer Schutzschicht, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Anschließend werde man die Natursteine wieder einbauen. Sollten die umfangreichen Tests des Wassersystems dann gut laufen, könne das Wasserbecken bald wieder sprudeln – womöglich schon im Sommer, drei Jahre nach der letzten Inbetriebnahme?
220.000 € Kosten
Diese lange Zeit war für das Gutachten und die Entwicklung eines Konzepts notwendig: Da es sich nicht um ein einfaches Betonbecken handelt, sei u.a. auch die Suche nach der undichten Stelle aufwändig gewesen, so ein Bericht der Main-Post. Der komplexen Sanierung entsprechend sind auch hohe Kosten zu erwarten: Geschätzt 220.000 € sollen laut Main-Post dafür fällig werden. Die Kosten werden nahezu komplett von der Firma getragen, die das Becken gebaut habe, so die Aussage der Stadt Würzburg gegenüber der Main-Post. Den Rest werde die Stadt übernehmen.

2018 sprudelte das Wasserbecken zuletzt im Rahmen der Landesgartenschau am Hubland. Foto: Katharina Kraus
Im Rahmen der LGS 2018 wurde das Wasserbecken für 875.000 € angeschafft – nur einer von vielen Kostenpunkten, die damals eine Gesamtsumme von über 30 Millionen Euro für den Umbau des Geländes und die Durchführung der Landesgartenschau ergeben haben. Das Besucherziel von einer Million Besucher wurde hierbei nicht erreicht: auf rund 5 Millionen Euro zusätzlich blieb die Stadt sitzen, was damals scharf kritisiert wurde.

