Hornhautverkrümmung, Kurz- & Weitsichtigkeit: Kontaktlinsen für jede Sehschwäche

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18. März 2021

Es gibt verschiedene Kontaktlinsen für verschiedene Sehschwächen. Doch welche sind für einen selbst am besten geeignet? Foto: Pascal Höfig
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Es gibt verschiedene Kontaktlinsen für verschiedene Sehschwächen. Doch welche sind für einen selbst am besten geeignet? Foto: Pascal Höfig

Fast zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland ist auf das Tragen einer Sehhilfe angewiesen. Obwohl der Großteil der Menschen nach wie vor die Brille favorisiert, werden auch Kontaktlinsen immer beliebter: Eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit, unsichtbare Optik, freies Sichtfeld und hoher Tragekomfort sind nur einige Vorteile der kleinen Linsen. Wer sich für die Alternative entscheidet, steht zunächst einmal häufig vor einer kleinen Herausforderung – der großen Auswahl an unterschiedlichen Linsenvarianten. Mit welcher Kontaktlinse sich welche Sehschwäche korrigieren lässt und was es sonst zu beachten gilt, verraten wir hier.

Passende Kontaktlinsen für nah und fern

Zu den häufigsten Fehlsichtigkeiten gehören Kurz- und Weitsichtigkeit. Zur Korrektur dienen sphärische Kontaktlinsen, die eintreffende Lichtstrahlen bündeln oder zerstreuen, um ein scharfes Bild zu erzeugen. Um den Sehfehler zu korrigieren, wird ein bestimmter Dioptrienwert benötigt. Während Linsen mit negativen Werten die Kurzsichtigkeit beheben, kommen Kontaktlinsen mit positiven Werten bei Weitsichtigkeit zum Einsatz. Je höher dieser Wert dabei ist, desto stärker ausgeprägt ist die Sehschwäche. Kennzeichnend für sphärische Linsen ist zudem, dass sie eine Stärke besitzen. Wer gleichzeitig kurzsichtig und alterssichtig ist, sollte dagegen zu multifokalen Kontaktlinsen greifen: Dieser Linsentyp kombiniert verschiedene Stärken und ähneln der Funktion einer Gleitsichtbrille. Da jedes Auge individuell ist, sollte jede Art von Kontaktlinse im Vorfeld stets an die persönlichen Sehanforderungen angepasst werden. Mit weichen und harten Kontaktlinsen gibt es unterschiedliche Varianten. Dazu unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Tragedauer und sind als Tages-, Wochen- oder Monatslinsen erhältlich.

Welche Linsen eignen sich bei Hornhautverkrümmung?

Viele Menschen leiden an einer Hornhautverkrümmung: Hierbei ist die Hornhaut des Auges verformt, wodurch ein Brechungsfehler entsteht und das Licht im Auge verzerrt als Stab abgebildet wird. Beim Astigmatismus sehen Betroffene sowohl in der Nähe als auch Ferne sämtliche Objekte unscharf und verschwommen. In den meisten Fällen ist dieser Sehfehler angeboren und wird vererbt. Seltener entsteht er allerdings auch durch verschiedene Erkrankungen oder Narbenbildungen. Um eine Hornhautverkrümmung auszugleichen werden torische Kontaktlinsen eingesetzt. Diese Art zeichnet sich durch eine unterschiedliche Krümmung auf der Vorder- und Rückseite aus und verfügt über Stabilisationszonen, um bei sämtlichen Augenbewegungen die gleiche Position beizubehalten. Torische Kontaktlinsen lassen sich als weiche und harte sowie Tages-, Wochen- oder Monatslinsen auswählen.

Ortho-K-Linsen für die Nacht

Die meisten Kontaktlinsen sind für das Tragen am Tag ausgelegt und sollten nicht in der Nacht getragen werden, um Augenentzündungen und -reizungen zu vermeiden. Mit speziellen Ortho-K-Linsen gibt es eine Linsenvariante, die sich vor dem Schlafengehen einsetzen lässt und die Sehschwäche über Nacht verringern soll. Diese harten Speziallinsen verändern die Hornhaut mittels einer sanften Druckausübung, wodurch sich der Sehfehler beheben lässt. Durch diese bestehende Formänderung können Betroffene tagsüber ohne die Verwendung einer Sehhilfe scharf sehen. Geeignet sind Ortho-K-Linsen für Fehlsichtigkeiten wie Hornhautverkrümmung, Kurzsichtigkeit sowie einer leichten Ausprägung von Weitsichtigkeit. Um Augenrötungen und Schmerzen durch Unsauberkeit vorzubeugen, müssen die Nachtlinsen wie jede andere Art von Kontaktlinsen ebenfalls gründlich gereinigt werden. Hierzu dienen besondere Pflegemittel und Lösungen, die Schmutz und Partikel von der Oberfläche der Linse beseitigen. Auch der Kontaktlinsenbehälter sollte stets mit gesäubert werden, da sich hier ebenfalls Ablagerungen und Bakterien sammeln können.

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