Hubland-Grundstück an Genossenschaften und Stiftung verkauft
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24. März 2021

Das Grundstück des Bauabschnitts V von oben. Der im Bild vordere Bereich gehört nun den Genossenschaften St. Bruno-Werk und Heimathilfe sowie der Kronprinz-Rupprecht-von-Bayern-Stiftung. Foto: xtrakt media Thomas Düchtel
Ein rund 8.100 Quadratmeter großes Grundstück am Hubland übergab Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt an die Genossenschaften St. Bruno-Werk und Heimathilfe sowie die Kronprinz-Rupprecht-von-Bayern-Stiftung, so wird in einer Pressemitteilung berichtet. „Wir haben das Areal von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erworben und konnten es deshalb direkt an die Genossenschaften verkaufen“, erinnert sich Christian Schuchardt. Der Stadtrat habe den Direktverkauf an die Genossenschaften beschlossen, weil hier zur Hälfte EOF-geförderter Wohnraum entstehen solle.
„Ziemlich einmalige Geschichte“
„Das ist wohl ziemlich einmalig in der Geschichte der Stadt Würzburg, dass zwei Genossenschaften und eine Stiftung zusammenarbeiten, um gemeinsam etwas in der Stadt zu bewegen“, erzählen der geschäftsführende Vorstand des St. Bruno-Werks Frank Hermann und Wolfgang Heck, geschäftsführender Vorstand der Heimathilfe und Vorstand der Stiftung.

v.l. Hans-Jürgen Weber, Wolfgang Heck, Christian Schuchardt, Frank Hermann, Dr. Dr. h.c. (UCC) Adolf Bauer, Prof. Christian Baumgart. Foto: xtrakt media Lukas Seufert
Die drei Unternehmen repräsentieren die ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen, die seit mehr als 70 Jahren verantwortungsvoll und nachhaltig ihre Bestände entwickeln, so das St.-Bruno-Werk in seiner Mitteilung. „Wir wollen die Ursprungsidee aus der Gründung der Unternehmen am Leben erhalten und mit Leben füllen: Was alleine nicht zu schaffen ist, soll mit vereinten Kräften gelingen.“
33 Millionen Euro Investition
Insgesamt investieren die Bauherren rund 33 Millionen Euro, heißt es. Das Grundstück befindet sich am oberen Rand des Bauabschnitts Hubland V auf einer Anhöhe und verfügt deshalb über einen unverbaubaren Blick und zumindest von den oberen Wohnungen aus über eine überragende Sicht auf Würzburg, zur Festung Marienberg und das Käppele.
Architekturwettbewerb und Fernwärme
Im Jahr 2021 werde ein Architekturwettbewerb ausgelobt, der von Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Fischer, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, betreut werde. Entstehen sollen rund 140 Wohnungen in vier bis sechs Geschossen und mehreren Gebäuden sowie ein bis zwei Tiefgaragen. Alle Wohnungen seien im Energiestandard KfW 55 geplant und sollen Fernwärme beziehen. Parallel lässt das St. Bruno-Werk prüfen, ob eine ergänzende andere Energieversorgung wie z.B. Photovoltaik Sinn macht, heißt es.
Außerdem werde der Bauantrag gestellt und die Erschließung vorangetrieben. Das St. Bruno-Werk hat die Federführung des Projekts bis zum Architektenwettbewerb, der Planung und Vergabe.

