War der Wildunfall nur eine Ausrede?
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Katharina Kraus
25. März 2021

Winterliche Straßenverhältnisse. Foto: Pascal Höfig
Dass ein 26-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen bereits am 09.03.2021 einen Unfall auf der Hochrhönstraße bei Fladungen hatte, meldete er erst telefonisch am Mittwoch, 24. März, bei der zuständigen Polizeidienststelle.
Er gab an, an der Unfallörtlichkeit einem Reh ausgewichen zu sein und benötige nun eine Wildunfallbescheinigung für seine Versicherung. Die nachträglichen Ermittlungen des Sachbearbeiters ergaben allerdings einen anderen Unfallhergang.
Vermutlich überhöhte Geschwindigkeit
Vermutlich war der junge Mann mit nicht an die Wetterverhältnisse angepasster Geschwindigkeit unterwegs und deshalb mit der Leitplanke kollidiert. Zum Unfallzeitpunkt hatte es geschneit und am Pkw waren lediglich Sommerreifen montiert. Nach Prüfung des Unfallortes durch die Straßenmeisterei wurde festgestellt, dass dort zwei frische Beschädigungen an den Leitplankenfeldern zu finden waren, auch fanden sich noch einige Fahrzeugteile des Unfallwagens vor Ort.
Anzeige erwartet
Ein Sachverständiger hatte zum Zeitpunkt der Unfallaufnahme das Fahrzeug bereits begutachtet und eine Schadenshöhe von ca. 30.000 Euro ermittelt. Den 26-Jährigen erwartet nun eine Anzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Mellrichstadt.

