Nach Brandstiftung in Volkach: Feuerwehr greift Wirtin unter die Arme
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Katharina Kraus
19. April 2021

In der Volkacher Innenstadt ist eine Kneipe vollständig ausgebrannt. Foto: Moritz Hornung, Feuerwehr Volkach
In der Nacht zum 9. April ist die Kultkneipe Techtelmechtel in der Volkacher Innenstadt komplett ausgebrannt. Wie sich im Nachhinein bei den Ermittlungen herausstellte, handelte es sich tatsächlich um Brandstiftung. Im Zuge der Spurensicherung ergaben sich schnell Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung im Erdgeschoss des Hauses, so berichtete die Polizei. Doch ein Tatverdächtiger konnte schnell ermittelt und schließlich in Italien festgenommen werden.
Feuerwehr Volkach möchte Wirtin helfen
Die Volkacher Wirtin steht jetzt allerdings vor dem Ruin: Seit über einem Jahr fast keine Einnahmen, die staatlichen Hilfen sind nicht immer zuverlässig angekommen und jetzt hat es auch noch gebrannt. Deshalb hat sich die Mannschaft der Volkacher Feuerwehr entschlossen, der Gastronomin unter die Arme zu greifen und möchte das Inventar aus dem völlig ausgebrannten Gastraum ehrenamtlich ausräumen. Die Idee dazu ist noch während der Aufräumarbeiten in der Brandnacht innerhalb der Truppe entstanden, so Moritz Hornung von der Feuerwehr Volkach.

Die Feuerwehr im Einsatz bei einem Brand in einer Volkacher Kneipe. Foto: Moritz Hornung, Feuerwehr Volkach
Aktion mit 20 Feuerwehrleuten
Der hochgiftige und stark krebserregende Rauch hat die komplette Einrichtung kontaminiert und bis in die kleinste Ecke alles mit einer dicken Rußschicht, die ebenfalls stark toxisch ist, überzogen. Deshalb kann ein Ausräumen nur mit speziellen Schutzanzügen und unter Atemschutz stattfinden, so die Feuerwehr. Mit Brechwerkzeugen, Kettensägen und anderen Werkzeugen wird das Inventar entsprechend ausgebaut und anschließend ausgeräumt.
An der Aktion a, Samstag, 24. April, werden gut 20 Feuerwehrleute beteiligt sein, so die Ankündigung. „Alles in allem untermauert die Aktion, dass die Volkacher Feuerwehr für Ihre Bevölkerung in der Not da ist und das nicht nur wenn’s brennt“, erklärt Moritz Hornung.

