Außengastro, Kultur und Sport: Lockerungen ab Mittwoch
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Würzburg erleben
11. Mai 2021

"Gemeinsam achtsam" in der Domstraße. Foto: Jessica Hänse
Mit einem Eilantrag über die Regierung von Unterfranken konnte noch am Sonntagnachmittag Einvernehmen zu geplanten Öffnungsschritten im Stadtgebiet Würzburg hergestellt werden. Grundlage ist, dass in Würzburg die Bundes-Notbremse am Dienstag automatisch außer Kraft treten wird. Ab Mittwoch, 12. Mai 2021, gelten im Stadtgebiet damit folgende Regelungen:
Außengastronomie
Zulässig ist die Öffnung von Gastronomiebetrieben im Außenbereich für Besucher mit vorheriger Terminbuchung samt Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung. Personen aus mehreren Hausständen dürfen unter Berücksichtigung der Kontaktbeschränkungen nur gemeinsam an einem Tisch sitzen, wenn sie über einen vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen POC-Antigentest oder Selbsttest oder einen vor höchstens 48 24 Stunden vorgenommenen PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis verfügen.
UPDATE (17. Mai 2021):
Aufgrund der Änderung der 12. BayIfSMV vom 14. Mai 2021 und dem Vollzug der neuen COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung ändert die Stadt Würzburg die „Allgemeinverfügung zu weiteren Öffnungsschritten ab 12. Mai 2021 im Rahmen der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung“.
Mit Inkrafttreten dieser Änderungsverordnung darf die zugrundeliegende Testung für einen POC-Antigentest, einen Selbsttest oder einen PCR-Test nur noch einheitlich maximal 24 Stunden zurückliegen. Dies betrifft Besuche der Außengastronomie, bei mehreren Hausständen; Theater-, Konzert- und Opernhäuserbesuche sowie Besuche von Kinos; kontaktfreien Sport im Innenbereich, Kontaktsport unter freiem Himmel.
Kultur
Zulässig ist die Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos für Besucherinnen und Besucher mit einem vor höchstens 24 Stunden vorgenommenem POC-Antigentest oder Selbsttest oder einem vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis.
Sport
Zulässig ist kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen und unter der Voraussetzung, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen POC-Antigentest oder Selbsttest oder einen vor höchstens 24 Stunden vorgenommenen PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativem Ergebnis verfügen.
Fitnessstudios nicht betroffen
Das städtische Ordnungsamt hat auf Anfrage von einzelnen Fitnessstudios am Dienstag noch auf Folgendes hingewiesen: Fitnessstudios, die vormals in der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenschutzverordnung als „Sporteinrichtung“ benannt waren, sind seit der letzten Novellierung durch den Freistaat dem Rechtskreis „Freizeiteinrichtungen“ zugeordnet worden. Da aber „Freizeiteinrichtungen“ aktuell geschlossen sind, werde man diese konkrete Rechtsfrage sofort über die Regierung von Unterfranken den Ministerien vorlegen zur Beantwortung. Auch erfolgte der Hinweis, dass keine Ordnungswidrigkeiten bei Öffnung eingeleitet werden, solange diese Rechtsfrage nicht abschließend geklärt ist.
Nun hat per Mail vom 12. Mai 2021 die Regierung von Unterfranken mitgeteilt, dass das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege mit einem Schreiben Klarheit gebracht hat: „Da im Indoor-Bereich neben den Tröpfchen die möglichen Aerosolanreicherungen ausschlaggebend für das Ansteckungsrisiko sind, ist die Wahrscheinlichkeit einer Infektionsübertragung insbesondere vor der Größe des Raumes, der Anzahl der Menschen, der Dauer des Aufenthaltes, der Intensität der körperlichen Aktivität und der Lüftungsmöglichkeiten abhängig. Fitnessstudios werden tendenziell von vielen Personen gleichzeitig besucht, die Aufenthaltszeiten sind nicht begrenzt, regelhaft wird eher intensive körperliche Aktivität ausgeübt und es besteht eine stärkere Fluktuation der Personen im Raum.“ Zusammenfassend sei nach Auskunft des Ministeriums im Innenbereich von Fitnessstudios vom einem eher erhöhten Infektionsrisiko auszugehen als im Indoor-Bereich von Sportanlagen, in denen kontaktlose sportliche Aktivitäten ausgeübt werden.
Mit diesen Vollzugshinweisen durch das Ministerium bleibt für die Stadt Würzburg kein Ermessen und kein örtlicher Beurteilungsspielraum. Das „Rahmenkonzept Sport“ ist daher trotz der Nennung der Fitnessstudios für diese aktuell nicht anwendbar, da die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung formal Innenbereiche der Fitnessstudios als „Freizeiteinrichtungen“ sportlich untersagt.
Große Erleichterungen
„Es ist ein großer Verdienst aller Würzburgerinnen und Würzburger, dass wir aktuell eine stabile Inzidenzlage haben und ich hoffe, dieser Trend wird sich fortsetzen. Daher werden, dank des Einverständnisses der Regierung von Unterfranken, weitere wichtige Öffnungsschritte möglich“, freut sich Oberbürgermeister Christian Schuchardt. „Für Sport, Kultur und Außengastronomie, aber auch die Bürgerinnen und Bürger, sind die Öffnungsmöglichkeiten ab Mittwoch unter besonderen Hygiene- und Rahmenkonzepten eine große Erleichterung.“
Kulturschaffende und Vereine bereit
„Die Vereine und Kulturschaffenden stehen bereits in den Startlöchern“, atmen auch Sportbürgermeisterin Judith Jörg und Kulturreferent Achim Könneke auf. „Sie haben ihre Hygiene- und Rahmenkonzepte in der Tasche und können ab Mittwoch, genauso wie die Außengastronomie den Menschen endlich wieder ein Stück ihres normalen Lebens zurückgeben.“
Die Bibliotheken sind bereits seit 15. März mit den entsprechenden Hygienemaßnahmen geöffnet, im Falkenhaus zu den regulären Öffnungszeiten, in den Zweigstellen eingeschränkt. Das Museum im Kulturspeicher wird bereits ab morgen, Dienstag, 11. Mai, wieder für Besuchende geöffnet sein – mit vorheriger Anmeldung und Reservierung eines Zeitfensters.
„Das Erreichte nicht aufs Spiel setzen“
Die Stadtverwaltung bittet darum, die Angebote von Sport-, Kulturveranstaltungen und Außengastronomie nur unter Einhaltung der Hygiene- und Rahmenbedingungen wahrzunehmen. „Ich wünsche mir, dass die Branchen schnell wieder Fuß fassen. Dafür haben wir ein breites Netz an Testmöglichkeiten geschaffen, damit das bisher Erreichte nicht aufs Spiel gesetzt wird“, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

