Würzburger Real-Markt wird zu Kaufland
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Katharina Kraus
20. Mai 2021

Kaufland-Logo. Foto: Dirk Flieger
Wie schon seit längerer Zeit bekannt, wurde die angeschlagene SB-Warenhauskette real, die ursprünglich Teil vom Metro-Konzern war, von einem russischen Investor erworben. Nach dem Kauf standen sowohl Filialschließungen als auch Übernahmen von Kaufland im Raum. Im Laufe des Jahres wurden immer mehr Filialen bekannt gegeben, die noch 2021 schließen müssen. Doch wurde auf der Webseite von Real auch aufgelistet, welche Märkte zukünftig von Kaufland und anderen übernommen werden. Die Zukunft der Würzburger Real-Filialen war bis jetzt ungewiss – doch nun erklärte das Unternehmen, dass es zumindest für eine Filiale Neuigkeiten gebe.
Lengfelder Real wird zu Kaufland
Der Real-Markt in der Industriestraße in Lengfeld wird zum 30. August von Kaufland übernommen. Durch die Übernahme erhalten die Mitarbeiter so eine neue berufliche Perspektive, heißt es in einer Pressemitteilung.
Eingekauft werden kann dann ab 1. September im neuen Supermarkt. Am 30. und 31. August bleibt die Filiale geschlossen, da hier die neue Ware angeliefert werde. Zudem werden Waagen- und Kassensysteme ausgetauscht und die Obst- und Gemüseabteilung umgebaut, heißt es. Bereits in den kommenden Wochen werde der Supermarkt in Lengfeld nach dem Kaufland-Konzept umgebaut und modernisiert, die Arbeiten werden im laufenden Betrieb durchgeführt, so dass weiterhin wie gewohnt eingekauft werden könne.
Was jedoch mit der zweiten Real-Filiale in der Nürnberger Straße geschieht, ist bisher noch nicht sicher

real Einkaufsmarkt. Symbolfoto: Pascal Höfig
Schließungen und Übernahmen in ganz Deutschland
Insgesamt werden bis Ende März 2022 29 Filialen in ganz Deutschland schließen, insgesamt 37 werden von Kaufland übernommen, sechs von Globus, neun von Edeka und zwei von V-Markt. Für alle anderen Standorte, die sich nicht in der Übersicht auf der Webseite finden, gibt es noch keine kommunizierbare Entscheidung, heißt es vonseiten der Warenhauskette. Für die Filialen, die geschlossen werden, würde es keine wirtschaftliche Perspektive mehr geben und es hätte sich auch kein Interessent für die Standortübernahmen gefunden, berichtet die Lebensmittelzeitung.

