Trubel auf dem Main: Berufsschifffahrt hat immer Vorrang!

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Katharina Kraus

16. August 2021

Die Wasserschutzpolizei. Foto: Pascal Höfig
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Die Wasserschutzpolizei. Foto: Pascal Höfig

Aufgrund des schönen Sommerwetters suchten auch dieses Wochenende wieder unzählige Wassersportfreunde den Main auf. Motorboote, Schlauchboote, Stand-up-Paddler, Luftmatratzen, Schwimmtiere und Schwimmer prägten vielerorts das Bild. Die Wasserschutzpolizei Würzburg war mit ihren Booten rund um die Uhr im Einsatz.

Mehrere Bußgeldverfahren

Es hielten sich jedoch nicht alle Freizeitsportler an die Spielregeln, sodass mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet wurden. Verbotenes Wasserskifahren, Befahren von gesperrten Verkehrsflächen und von Landesgewässer unter Maschinenantrieb zählen zu den häufigsten Verstößen. Mitunter werden hierfür Bußgelder von je mindestens 100 EUR fällig. Einem Bootsführer konnten die Beamten aus seiner misslichen Lage helfen. Sein Sportboot war aufgrund eines technischen Defektes manövrierunfähig. Es konnte zur heimischen Marina geschleppt werden.

Berufsschifffahrt hat immer Vorfahrt!

Darüber hinaus kommt es immer wieder, insbesondere im Zusammenspiel mit der Berufsschifffahrt, zu gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr. „Vielen ist leider gar nicht bewusst, dass es sich beim Main um eine Bundeswasserstraße handelt“, so Polizeihauptkommissar Schwalb, stellvertretender Leiter der Wasserschutzpolizeigruppe Würzburg. „Der Main ist wie die A3, die Berufsschifffahrt hat hier absoluten Vorrang.“

Immer wieder komme es zu Beschwerden aus Kreisen der Berufsschiffer, welche mit ihren bis weit über 150 m langen Verbänden die ganze Breite des Mains zum sicheren Manövrieren benötigen. „Vielen ist auch nicht bekannt, dass der Schiffsführer eines Gütermotorschiffes den Bereich vor seinem Bug aufgrund der baulichen Gegebenheiten teilweise bis zu 250 m nicht einsehen kann. Nur unter gegenseitiger Rücksichtnahme und ständiger Vorsicht kann ein gefahrloses Miteinander funktionieren“, so Schwalb.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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