Weihnachtspostamt beantwortet wieder Briefe an das Christkind
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10. Dezember 2021

Briefe ans Christkind: Die Weihnachtspostfiliale in Himmelstadt. Fotos: Dominik Ziegler
Bereits vor Beginn der Adventszeit haben das Weihnachtspostamt in Himmelstadt (Landkreis Main-Spessart) um die 3500 Briefe erreicht. Die Briefe und auch die Absender sind sehr unterschiedlich. Sie werden nicht nur von oder für Kinder geschrieben, auch Erwachsene freuen sich über eine Antwort vom Christkind. „Wir sind alle Kinder“, erklärt Leiterin Rosemarie Schotte. Jeder Brief werde beantwortet. „Es kostet viel Zeit und viele Tränen“, erzählt sie. Über das Jahr investiert sie ungefähr 600 Arbeitsstunden in das Projekt. Aber sie mache es gerne, da es den Kindern Freude bereite.
70.000 Briefe im vergangenen Jahr
Im vergangenen Jahr erreichten das Weihnachtspostamt 70.000 Briefe. Bis zu 40 Freiwillige helfen Schotte bei der Arbeit. Jedes Jahr müssen sie eine Datenschutzerklärung unterschreiben. Diskretion sei sehr wichtig, sagt Schotte. Auch ihre Familie ist in die Arbeit eingespannt. Ihr Ehemann holt unter anderem die Briefe bei der Post ab, damit die Helfenden nicht auf den Postboten warten müssen. Ihre Töchter und Enkelinnen sind für die Verzierung der Briefe zuständig.
Die sogenannten „besonderen Briefe“ werden direkt an die Leiterin weitergeleitet. In denen berichten die Absendenden von ihrem Leben und Schicksalsschlägen. Das geht auch an einer erfahrenen Helferin wie Schotte, die seit 1994 das Postamt leitet, nicht spurlos vorbei. Es gebe auch Menschen die Briefe sammeln. So bewahre eine Absenderin die Briefe in einer Kiste auf und wenn sie sich schlecht und traurig fühle, hole sie die raus und lese die Antworten des Christkinds, berichtet Schotte. Eine andere fleißige Schreiberin, die jedes Jahr einen Brief ans Christkind verfasst, habe einen Brief für ihr ungeborenes Kind verschickt, damit es schon jetzt den ersten Brief vom Christkind erhalte.

Rund 600 Arbeitsstunden investiert Rosemarie Schotte jedes Jahr in das Weihnachtspostamt Himmelstadt. Foto: Katrin Henn (POW)
Viele bunte Briefe
Viele Kinder geben sich Mühe bei der Verzierung des Briefs. So erhalten die Helfenden viele bunte Briefe. Einige mit Glitzer, andere mit Stickern und manche schneiden direkt ihren Weihnachtswunsch aus dem Werbekatalog aus und kleben ihn auf den Brief. Ganz besonders schöne Briefe kommen in die Kategorie „Zusatz“. Bei der Antwort wird auf die schöne Verzierung und die Mühen eingegangen. Leider schreiben nicht alle ihre Adresse ordentlich auf. Deswegen gibt es einen Posten für Recherche, damit die Antwortbriefe an die richtige Adresse gehen. Aus diesem Grund appelliert Schotte stetig, auf einen korrekten Absender zu achten. Jährlich seien es bis zu 200 Briefe, die nicht versendet werden können.
Kleine Überraschung für Kinder
„Leider können auch in diesem Jahr die Kinder nicht am ersten und dritten Weihnachtsfeiertag vorbeischauen und Fotos machen“, erklärt Schotte. Dafür hatte Schotte in den Jahren vor der Coronapandemie einen Teil des Raums dekoriert. Alternativ können die Kinder von Montag bis Freitag zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr am Fenster des Weihnachtspostamts klopfen, ihre Briefe und Wunschzettel abgeben, und erhalten Süßigkeiten sowie kleine Geschenke. Auch die Antwortbriefe enthalten nicht nur ein Schreiben des Christkinds, sondern zusätzlich kleine Präsente. Dann kommt die weihnachtliche Briefmarke drauf, und schon können sich die Kinder über die Antwort des Christkinds freuen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des POW (Diözese Würzburg).

