Notlage vorgetäuscht: Seniorin fällt auf Betrüger herein

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Katharina Kraus

14. Dezember 2021

Telefonieren. Symbolbild: Pascal Höfig
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Telefonieren. Symbolbild: Pascal Höfig

Am Montagnachmittag übergab eine Seniorin in Bischofsheim/Rhön Bargeld in niedriger fünfstelliger Höhe an eine bislang unbekannte Frau in dem Glauben, damit ihrem Mann das Leben zu retten. Die Kripo ermittelt.

Bargeld an Unbekannte übergeben

Gegen 13:00 Uhr nahm eine 80-Jährige einen Anruf bislang unbekannter Betrüger entgegen, die ihr vortäuschten, dass ihr Ehemann sterben würde, wenn sie nicht umgehend einen hohen Bargeldbetrag für eine lebensrettende Spritze zur Verfügung stelle. Da die Geschichte für die Frau aufgrund einiger Umstände im Privaten durchaus plausibel klang, übergab sie wenig später einen fünfstelligen Bargeldbetrag an eine ihr unbekannte Frau.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm in der Folge die Ermittlungen zu den Identitäten der Geldabholerin und deren Hintermänner.

Polizei gibt Tipps

In diesem Zusammenhang rät das Polizeipräsidium Unterfranken:

  • Auflegen! Selbst die Notrufnummer 110 wählen und bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz fragen bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
  • Ärzte oder Ärztinnen verlangen keine Vorleistungen in Barmitteln oder sonstigen Wertgegenständen, um einem akut kranken Menschen zu helfen, insbesondere nicht bei einer Betreuung auf einer Intensivstation.
  • Wichtige Daten von Personalausweisen und Reisepässen niemals am Telefon übermitteln! Die Polizei oder auch andere Behörden erfragen solche Daten nicht telefonisch.
  • Die Polizei weist niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereitzulegen oder an Abholer zu übergeben!
  • Keine Geldbeträge an Fremde übergeben! Auch die Polizei holt an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
  • Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
  • Mit Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen sprechen!

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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