Trickdiebe erbeuten Bargeld und Goldschmuck

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Katharina Kraus

26. Juli 2022

Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig
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Streifenwagen der Polizei. Foto: Pascal Höfig

Am Montag, gegen 15:20 Uhr, wurde in der Friedrichstraße in Würzburg eine 80-jährige Dame von zwei Trickdieben bestohlen. Die Täter klingelten an der Wohnungstüre der 80-Jährigen und gaben sich als Mitarbeiter des Wasserprüfungsamtes aus, welche wegen eines angeblichen Rohrbruchs und resultierendem Überdruck die Leitungen prüfen müssten. Während des 20-minütigen Aufenthalts in der Wohnung wurden insgesamt 5.000 Euro Bargeld sowie diverse Goldschmuck-Schatullen im Wert von 3.000 Euro entwendet.

Täterbeschreibungen der Diebe

Beide Täter waren etwa 170 cm groß, hatten eine kräftige Statur, ein südländisches Erscheinungsbild und sprachen Deutsch mit ausländischem Akzent. Einer der Täter ist circa 40 Jahre alt, hatte kurze schwarze Haare und war bekleidet mit einem dunkelgrauen Oberteil mit Steppjacke ohne Ärmel. Er führte ein weißes Schweißtuch mit sich. Der zweite Täter ist etwa 25 Jahre und hatte einen 3-Tage-Bart.

Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, denen sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall möglich sind, insbesondere über verdächtige Personen und Fahrzeuge in der Umgebung, sich unter der Tel. 0931/457-2230 mit der Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Keine Fremden in Wohnung lassen

In diesem Zusammenhang bittet das Polizeipräsidium Unterfranken dringend darum, keine Fremden in die Wohnung zu lassen! Von Trickdiebstählen aus Wohnungen sind meist ältere Menschen betroffen. Die Täter täuschen ihre Opfer, um sich Zutritt zu den Wohnräumen zu verschaffen und zu stehlen.

Trickdiebstahl: Drei Grundmuster

Alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen:

  • Das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert.
  • Das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt.
  • Das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahelegt

Beispiele der Vorgehensweisen

Beim Trickdiebstahl an der Haustür wenden die zumeist nicht deutschen Täterinnen und Täter unterschiedliche Maschen an. Hier nur einige Beispiele:

Glas Wasser-Trick

Täterinnen täuschen Schwangerschaft, Übelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bitten um ein Glas Wasser.

Der Papier- und Bleistift-Trick

Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu verfassen.

Der Blumen-, Paket- oder Geschenkabgabe-Trick

Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen, ein Geschenk oder ein Paket abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Wohnung zu betreten, um beispielsweise die Blumen ins Wasser zu stellen.

Tricktäter sind erfinderisch und schauspielerisch begabt. So denken sie sich immer neue Maschen aus, die nie vollständig aufzuzählen sind.

Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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