Vorsorge gegen die Gefahren durch Asthma

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5. Oktober 2022

Apotheke. Symbolfoto: Pascal Höfig
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Apotheke. Symbolfoto: Pascal Höfig

Die Lungenkrankheit Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern, aber auch viele Erwachsene leiden unter Asthma. Damit sind Symptome wie Keuchen, Atemnot, ein Engegefühl in der Brust und Husten in der Nacht verbunden. Asthma lässt sich nicht heilen. Hier erfahren Sie mehr über Asthma und was Sie zur Vorbeugung tun können.

Die Entstehung von Asthma

Die Wissenschaft weiß nicht genau, wie Asthma entsteht. Bekannt ist allerdings, dass genetische, umweltbedingte und berufliche Faktoren mit der Entwicklung von Asthma in Verbindung stehen.

Wenn jemand in Ihrer Familie Asthma hat, wird es wahrscheinlicher, dass Sie es ebenfalls bekommen. „Atopie“, die genetische Tendenz, eine allergische Erkrankung zu entwickeln, kann eine große Rolle bei der Entwicklung von allergischem Asthma spielen. Allerdings ist nicht jedes Asthma allergisches Asthma.

Umwelteinflüsse wie Schimmel oder Feuchtigkeit, einige Allergene wie Hausstaubmilben und Tabakrauch durch Passivrauchen wurden mit der Entwicklung von Asthma in Verbindung gebracht. Luftverschmutzung und virale Lungeninfektionen können ebenfalls Asthma auslösen.

Berufsbedingtes Asthma tritt auf, wenn ein Mensch, der noch nie Asthma hatte, die Krankheit entwickelt, weil er oder sie bei der Arbeit einem Trigger ausgesetzt ist. Das kann passieren, wenn man beispielsweise bei der Arbeit eine Allergie gegen Schimmel entwickelt oder wenn man Reizstoffen wie Holzstaub oder Chemikalien immer wieder in niedrigeren Konzentrationen ausgesetzt ist.

Wie können Sie feststellen, ob Sie Asthma haben?

Manchmal ist es schwer zu sagen, ob jemand Asthma hat, besonders bei Kindern unter fünf Jahren. Wenn Sie von einem Arzt untersuchen lassen, wie gut Ihre Lungen arbeiten und auf welche Stoffe Sie allergisch reagieren, können Sie eine gültige Diagnose erhalten.

Bei der Untersuchung wird der Arzt fragen, ob Sie besonders nachts viel husten. Der Arzt wird fragen, ob Ihre Atembeschwerden nach körperlicher Aktivität oder zu bestimmten Jahreszeiten schlimmer werden und ob Engegefühle in der Brust auftreten. Zusätzlich wird erhoben, ob jemand in der Familie Asthma hat und welche Bedingungen in der häuslichen Umgebung und bei der Arbeit herrschen.

Der wichtigste Test bei der Untersuchung ist ein Atemtest namens Spirometrie, der zeigt, wie gut die Lungen arbeiten, indem er testet, wie viel Luft man ausatmen kann, nachdem man vor und nach der Anwendung von Asthmamedikamenten sehr tief eingeatmet hat.

Was ist ein Asthmaanfall?

Ein Asthmaanfall ist ein medizinischer Notfall durch Asthma, der zu lebensbedrohlicher Atemnot führen kann. Er kann Husten, ein Engegefühl in der Brust, Keuchen und starke Atembeschwerden umfassen. Während sich die Luft durch die Lungen bewegt, verengen sich die Atemwege. Während des Anfalls schwellen die Bronchien an und können weniger Luft transportieren. Zudem bildet sich Schleim, der die Atemwege verstopft.

Verursacher kennen und vorbeugen

Ein Asthmaanfall tritt meistens auf, wenn die Betroffenen Asthma-Auslösern ausgesetzt sind. Was bei einem Menschen Asthma auslöst, ist individuell oft verschieden. Ein wichtiges Gebot der Vorsorge besteht darin, genau zu wissen, worauf man besonders empfindlich reagiert und wie man diese Auslöser vermeiden kann.

Zu den häufigsten Auslösern gehören Tabakrauch, Hausstaubmilben, Luftverschmutzung, Haustiere, Schimmel, Rauch von brennendem Holz und Infektionen wie Grippe oder Corona.

Asthma richtig behandeln

Die beste Vorbeugung gegen die Gefahr schwerer Anfälle stellt eine langfristige und ärztlich überwachte Behandlung dar. Dabei ist es wichtig, die Medikamente genau nach Anweisung des Arztes einzunehmen.

Nicht alle Menschen mit Asthma nehmen dieselben Medikamente. Die meisten bekommen Controller zum Einatmen wie Foster oder ein Kortikosteroid verschrieben, die zur langfristigen Kontrolle der Krankheit dienen.

Andere Medikamente (größtenteils sind das kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika) sollen die Symptome schnell lindern. Man bezeichnet diese schnell wirksamen Medikamente als Reliever. Wer zu oft einen Reliever anwenden muss, sollte das mit einem Arzt besprechen, um die Medikation anzupassen.

Asthmamedikamente können Nebenwirkungen haben, aber die meisten davon sind leicht und klingen schnell ab. Dennoch sollte man den behandelnden Arzt über alle Nebenwirkungen informieren und möglichst gemeinsam mit dem Arzt einen Asthma-Aktionsplan entwickeln.

Hinweis: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag.

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