Reizhusten – Was hilft wirklich?

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18. Oktober 2022

Symbolbild Erkältung - Foto: Pascal Höfig
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Symbolbild Erkältung - Foto: Pascal Höfig

Trocken, unproduktiv und erschöpfend – Reizhusten ist die unangenehme Begleiterscheinung so mancher Erkältung. Der Husten lässt sich jedoch mit verschiedenen Mitteln lindern. Viele der bewährten Hausmittel bekämpfen außerdem gleichzeitig die Erkältung und damit die Ursache eines Reizhustens.

Mit Tee gegen Reizhusten

Schon durch das Trinken warmer Flüssigkeit kann Reizhusten gelindert werden. Der Dampf steigt dabei auf und wird eingeatmet. Gleichzeitig befeuchtet der Tee den Mund- und Rachenraum. Mit dem richtigen Kraut gekocht, ist ein Tee bei Reizhusten außerdem ein hervorragendes Hausmittel. Typische Zutaten für Hustentees sind Thymian, Malve, Spitzwegerich und Eibisch. Sie haben eine hustendämpfende Wirkung und beruhigen die entzündeten Schleimhäute.

Auch Salbei ist eine beliebte Pflanze bei Reizhusten. Er lindert nicht nur das Kratzen im Hals, sondern bekämpft durch seine antibakteriellen Eigenschaften auch die Ursache. Dafür genügt es schon, etwa ein bis 1,5 Gramm trockene Salbeiblätter für eine Tasse Tee aufzubrühen und davon mehrere Tassen täglich zu trinken. Wem das pur nicht schmeckt, der kann den Tee auch mit Honig süßen und hat so eines der besten Mittel gegen Reizhusten.

Inhalieren gegen Husten

Die Teekräuter und insbesondere der Salbei eignen sich auch zum Inhalieren. Sie können einfach in einem Topf mit heißem Wasser aufgegossen werden. Dann den Kopf unter ein Handtuch stecken, über den Topf halten und tief und gleichmäßig ein- und ausatmen. So gelangt der Wasserdampf zusammen mit den ätherischen Ölen der Kräuter tief in die Atemwege und befeuchtet diese. Das lindert unter anderem den Reizhusten. So kann festsitzendes Sekret wieder verflüssigt und besser abgehustet werden.

Die besten Hausmittel bei Erkältung

Alternativ zu getrockneten Kräutern können auch direkt die ätherischen Öle – etwa von Fenchel, Pfefferminze oder Sternanis – ins Dampfbad gegeben werden. Aber Achtung, hier reichen schon wenige Tropfen aus.
Die Öle oder auch eine isotonische Kochsalzlösung können außerdem in einem Inhalator verwendet werden. Der ist bei Reizhusten eine gute Alternative zum klassischen Dampfbad.

Mit Zwiebeln gegen Reizhusten

Ein Klassiker bei Reizhusten ist der Zwiebelsaft – wahlweise mit oder ohne Honig. Was auf den ersten Blick wenig lecker klingt, ist jedoch ein wohl erprobtes Mittel, denn Zwiebeln wirken unter anderem schleimlösend und antibiotisch. Für den Saft wird eine kleine Zwiebel gewürfelt und mit zwei bis drei Esslöffeln Honig in ein Glas gegeben. Das wird zugeschraubt und mindestens 20 Minuten stehengelassen. Der Saft, der sich nun bildet, kann dann mehrmals täglich löffelweise eingenommen werden. Am besten sollte dieses Hausmittel immer wieder frisch angesetzt werden. So behält es seine hustenlindernden Eigenschaften.

Fenchelhonig als Alternative

Wer die Variante mit Zwiebel bei Reizhusten nicht mag, kann auch zu Fenchelhonig greifen. Zwei Inhaltsstoffe des Fenchels, Fenchon und Anethol, wirken schleimlösend und beruhigen den Hustenreiz. Dafür einfach den Honig mit einem Löffel einnehmen und langsam auf der Zunge zergehen lassen. Bei Reizhusten kann das Hausmittel so mehrmals täglich konsumiert werden.

Gute Raumluft bei Reizhusten

Wer Reizhusten hat, dessen Atemwege sind ohnehin schon gereizt und entzündet. Deshalb sollte die Raumluft die Schleimhäute nicht noch weiter belasten. Das bedeutet: Fenster auf und mehrmals täglich gründlich durchlüften.
Vor allem in der Heizperiode heißt es aber auch: Die trockene Raumluft sollte etwas angefeuchtet werden. Ideal sind etwa 45 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Das lässt sich mit einem speziellen Luftbefeuchter erreichen. Es genügt aber auch die berühmte Schale Wasser auf der Heizung. Wer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will, kann außerdem den Wäscheständer im Raum aufstellen. So trocknet nicht nur die Wäsche. Die Raumluft wird gleichzeitig feuchter und damit für die Schleimhäute angenehmer. Das lindert den unangenehmen Reizhusten.

Hustenstiller bei Reizhusten

Helfen bei Reizhusten gute Raumluft und Hausmittel nicht mehr, gibt es in der Apotheke noch verschiedene Hustenstiller. Sie unterstützen vor allem dabei, erholsam zu schlafen und sich dadurch auszukurieren. Diese Präparate enthalten oft Codein oder Paracodein und unterdrücken den Hustenreiz dort, wo er entsteht: im Gehirn. Sie sollten am Abend eingenommen werden. Bei Reizhusten garantieren die Medikamente so einen guten Schlaf. Allerdings bekämpfen sie die Ursache nicht und dienen daher der reinen Symptomlinderung. Tagsüber sollte auf einen Hustenstiller verzichtet werden, um das Abhusten und damit die Reinigung der Atemwege zu ermöglichen.

Die Texterstellung erfolgte in Kooperation mit einem externen Redakteur.

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