Jäger misshandelt Jagdhund – Anzeige wegen Tierquälerei
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Philipp Heilgenthal
8. Dezember 2022

Symbolfoto Wald. Foto: Pascal Höfig
Auf einer Jagd in Estenfeld bei Würzburg am 11. November hat ein Jäger einen Jagdhund wiederholt schwer misshandelt. Das teilt die Tierschutzorganisation PETA mit, der ein Beweisvideo zugekommen ist. Dem bisher unbekannten Mann erwartet nun eine Anzeige wegen Tierquälerei.
Klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
Anfang Dezember wurde PETA ein Video einer Hasenjagd in Estenfeld (Landkreis Würzburg) zugespielt. Darauf ist laut der NGO deutlich zu erkennen, wie ein Jäger einen Hund misshandelt. Einer der etwa 40 Jäger tritt darin dem „Jagdhund“ auf offenem Feld wiederholt gegen Kopf und Bauch und würgt ihn mehrmals aggressiv mit der angelegten Leine. „Das ist ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz“, empört sich PETA. Aus diesem Grund hat die Tierschutzorganisation bei der Staatsanwaltschaft Würzburg Strafanzeige gegen den unbekannten Jäger erstattet. Die Tierschutzorganisation fordert, dass der Täter keine Tiere mehr halten darf und seinen Jagdschein verlieren muss.
„Diese Aufnahmen sind schockierend“
„Dass Jäger Tiere quälen und töten, ist kein Geheimnis, doch diese Aufnahmen sind schockierend“, so Jana Hoger, Fachreferentin bei PETA. „Der Hund befindet sich in Lebensgefahr und muss dringend aus den Händen seines Peinigers befreit werden. An diesem Fall wird einmal mehr deutlich, dass die Hobbyjagd auch für Hunde immer Ausbeutung und Leid bedeutet.“

