„Baum fürs Baby“: Zukunftswald an der Frankenwarte
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Katharina Kraus
20. Dezember 2022

Beste Baumpflanzbedingungen am Zukunftswald: Pflanzung bei kühler und feuchter Witterung. Foto: Philipp Mähler
Nahe der Frankenwarte entsteht in Würzburg eine Waldfläche der besonderen Art. Eine Fläche, die für die Zukunft Würzburgs steht: Denn dort werden von frisch gebackenen Eltern klimatolerante Bäume gepflanzt.
„Baum fürs Baby“: Schon über 1.000 Obstbäume gepflanzt
Der Baum zur Geburt, eine alte Tradition, die nicht besser in unsere Zeit passen könnte. Bereits seit 2019 erhalten alle Würzburger Eltern zur Geburt ihres Kindes einen Gutschein für einen Baum in der Willkommensmappe der Stadt Würzburg. Die Aktion „Baum fürs Baby“ erfreut sich seitdem großer Beliebtheit und weit über 1.000 Obstbäume wurden seitdem von Würzburger Eltern in der Umweltstation abgeholt und gepflanzt.
Auch eine besonders platzsparende Apfelsorte, die im Topf gezogen werden kann, ist dabei. Diese wird gerne von Eltern gewählt, die nur einen Balkon zur Verfügung haben. Doch bei weitem nicht alle Eltern lösen den Gutschein ein, denn für die Pflanzung eines Baumes fehlt schlichtweg der passende Platz.
Zukunftswald soll entstehen
Deshalb hat die Stadt Würzburg eine Fläche ausgewiesen, auf der nun der „Zukunftswald“ entsteht. Dort werden stellvertretend für die ca. 1.200 Würzburger Kinder, die Jahr für Jahr das Licht der Welt erblicken, ebenso viele Bäume gepflanzt. Für alle Eltern, die selbst pflanzen möchten, organisiert die Stadt Würzburg künftig jedes Jahr einen Pflanztermin. Trotz Schnee und Kälte haben sich in diesem Winter zum ersten Pflanztermin zahlreiche Eltern und freiwillige Helferinnen und Helfer des Bergwaldprojektes e.V. nicht davon abhalten lassen, zum Spaten zu greifen.
Enorme Bedeutung für Stadtklima
Bürgermeister Martin Heilig zeigte sich hocherfreut beim Pflanztermin: „Hier entsteht etwas ganz Besonderes, das der Stadt in mehrfacher Hinsicht zugutekommt: Wir vergrößern unseren Stadtwald, der eine enorme Bedeutung für das Stadtklima bis weit in den Talkessel hinein hat. Dazu sammeln wir wichtige Erfahrungen mit klimaresistenten Baumarten, die wir künftig vielerorts im Stadtwald einsetzen werden. Doch das Beste daran ist, dass es mit der Unterstützung und dem Engagement junger Würzburger Eltern und zahlreichen Helfern des Bergwaldprojekt e.V. geschieht.“
Bürgermeister Heilig bedankte sich auch bei Stadträtin Christiane Kerner, auf deren Initiative hin das Projekt Zukunftswald angestoßen wurde und die ebenfalls tatkräftig mit pflanzte. Zudem lobte er das Engagement der vielen beteiligten städtischen Dienststellen, insbesondere den zum Gartenamt gehörigen Forstbetrieb, der die Fläche plante und vorbereitete.
Fläche bleibt die ersten Jahre zum Schutz eingezäunt
Der Zukunftswald befindet sich nahe der Frankenwarte, ca. 100 Meter hangabwärts unterhalb der Bushaltestelle „Am Klößberg“ und ist durch eine von weitem sichtbare Informationstafel zu den gepflanzten Baumarten sichtbar. Eine Bank lädt zum Verweilen und genießen des spektakulären Blickes ins Maintal ein. Die Fläche selbst bleibt die ersten Jahre zum Schutz der Jungbäume vor Wildverbiss eingezäunt.
Weitere Informationen zur Aktion „Baum fürs Baby“ sind online abrufbar unter www.wuerzburg.de/stadtlichgruen. Eventuelle Rückfragen beantwortet die städtische Umweltstation per Mail an ekz@stadt.wuerzburg.de oder telefonisch unter 0931 37 2741.
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

