Glatteis sorgte bereits in den Morgenstunden für viele Einsätze

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Katharina Kraus

20. Dezember 2022

Rettungskräfte in Stadt und Landkreis Würzburg hatten aufgrund Glatteis viel zu tun. Foto: Berufsfeuerwehr Würzburg
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Rettungskräfte in Stadt und Landkreis Würzburg hatten aufgrund Glatteis viel zu tun. Foto: Berufsfeuerwehr Würzburg

Wie vom Deutschen Wetterdienst angekündigt, hat seit den Nachtstunden Regen sowohl im Stadtgebiet Würzburg als auch in den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart für spiegelglatte Fahrbahnen gesorgt.

106 Einsätze in den Morgenstunden

Die Integrierte Leitstelle Würzburg koordiniert dabei die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst und arbeitet das hohe Aufkommen an Notrufen ab. Seit 0:00 Uhr gab es bis 8:15 Uhr ca. 106 Einsätze abzuarbeiten. Dabei reicht das Einsatzspektrum von Fahrradstürzen bis hin zu Unfällen mit Fahrzeugen.

So auch in den frühen Morgenstunden auf der A3 bei Würzburg in Richtung Nürnberg. Gegen 6:30 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle ein schwerer Unfall auf der Rastanlage der A3 gemeldet. Ein LKW sei in die Tankstelle gefahren und habe Zapfsäulen dabei beschädigt. Ein Großaufgebot von Feuerwehr wurde dementsprechend zur Unfallstelle alarmiert. Bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Unfallstelle zeigte sich, dass ein LKW die AdBlue Zapfsäule und nicht wie angenommen eine Kraftstoffsäule getroffen hat – verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher und streute das ausgetretene AdBlue ab. Eine Spezialfirma wurde zum Unfall hinzugezogen.

Aufgrund von Glatteis kam es zu einem schweren Unfall auf der Rastanlage der A3. Foto: Berufsfeuerwehr Würzburg

Aufgrund von Glatteis kam es zu einem schweren Unfall auf der Rastanlage der A3. Foto: Berufsfeuerwehr Würzburg

Bisher glücklicherweise fast nur Blechschäden

Rund 230 Verkehrsunfälle wurden der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums am Dienstag, im Zeitraum zwischen 02.30 Uhr und 11.00 Uhr, gemeldet. In den allermeisten Fällen blieb es glücklicherweise bei Blechschäden. Besonders viele Verkehrsunfälle ereigneten sich in Mainfranken und im Bereich Main-Rhön. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen bei nur fünf der insgesamt rund 230 Verkehrsunfälle Personen zu Schaden. Schwerwiegend verletzt wurde offenbar jedoch niemand.

Volle Notaufnahme aufgrund Glatteis-Unfällen

Die Uniklinik Würzburg meldete am Morgen schon eine volle Notaufnahme. Die chirurgische Notaufnahme des UKW zählte von 6.30 bis 9 Uhr 25 Patientinnen und Patienten infolge von Glatteis-Unfällen. Es sind neben Hand- und Unterarm-Verletzungen auch teilweise schwere Hüftgelenkfrakturen und Schenkelhalsfrakturen zu verzeichnen. Bis 16 Uhr wurden über 60 Patientinnen und Patienten infolge von Glatteis-Unfällen durch die UKW-Unfallchirurgie versorgt.

Da der gefrierende Regen womöglich noch anhält, sollte man immer noch vorsichtig auf Straßen und Gehwegen sein.

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