Einsatzkräfte bei Balkon-Brand mit Pyrotechnik beschossen
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Katharina Röder
2. Januar 2023

Einsatz bei einem Balkonbrand in Kitzingen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Kitzingen
Beim ersten Einsatz im Jahr 2023 wurden Einsatzkräfte der Kitzinger Feuerwehr mit Pyrotechnik beschossen und beim in Stellung bringen der Einsatzfahrzeuge durch Schaulustige und Feiernde behindert.
Bei Löschversuch mit Rakete beschossen
Um 0:17 Uhr wurde die Feuerwehr Kitzingen gemeinsam mit der Stadtteilfeuerwehr Repperndorf zu einem brennenden Balkon am Kitzinger Mainkai auf Höhe der Alten Mainbrücke alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte Mobiliar auf einem schwer zugänglichen Balkon und das Feuer drohte, auf die angrenzenden Gebäude überzugreifen. Die Drehleiter wurde durch die Besatzung in Stellung gebracht, um über diese den Löschangriff durchzuführen.
Dabei wurde aus einer Menschentraube auf Höhe der Alten Mainbrücke eine Rakete in Richtung der Drehleiter abgefeuert. Diese explodierte kurz vor dem Fahrzeug und verfehlte den auf dem Bedienstand sitzenden Maschinisten nur knapp. Dieser blieb glücklicherweise unverletzt.
Behinderung der Rettungskräfte
Die ebenfalls anwesende Polizei griff sofort ein und räumte die Einsatzstelle. Ein Ergreifen der Personen, welche die Pyrotechnik gezündet hatten, war aufgrund der hohen Anzahl an Menschen in diesem Bereich leider nicht möglich. Fast zeitgleich wurde das Kitzinger Löschfahrzeug beim Rangieren durch Schaulustige und feiernde Passanten gehindert. Es wurden trotz eingelegten Rückwärtsgang und dem nicht zu überhörenden Rückfahrwarner hinter dem Fahrzeug Pyrotechnik aufgestellt und versucht zu zünden. Auch hier war ein Eingreifen von Feuerwehr und Polizei nötig, um die Weiterfahrt zu ermöglichen.
Der Brand an sich konnte trotz dieser vermeidbaren Hindernisse und daraus folgenden Verzögerungen rasch gelöscht und die Ausbreitung auf die weiteren Gebäudeteile verhindert werden.
Die Kitzinger Feuerwehr verurteilt diesen Angriff auf Einsatzkräfte auf das Schärfste und hofft, dass dies einen bedauerlichen Einzelfall darstellt.
Artikel beruht auf einer Pressemeldung der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen.

